Lyrisches von Helmut Maier

Übereinkunft

Willkommen heißen
auf meinem Planeten,
in die Autonomie entlassen
von Mutter Erde,
würde ich Dich so gerne,
wenn Du Erdgeborene
meine Herrschaftsansprüche
anerkennen wolltest,
ihn Dir zu erklären,
seine Sprache,
seine Riten,
seine Gebräuche,
seine Meerlosigkeit
– und Deine Bereitschaft
zu  erkennen wäre,
dass Du deren Selbstverständlichkeit
akzeptierst
in dem Arrangement
mit den Himmelsrichtungen,
in denen sich mein Planet
wiederfindet
auf der Erde.

Was aber, wenn
wir uns wirklich mögen?
Dann kann ich doch
nur noch verzichten
auf meine Voraussetzungen.

Neue Regelungen
müssen wir
dann finden.
Wir müssen uns finden
im Willkommen
unsres Planeten.

4 Kommentare

  1. manacur

    Hat der kleine Prinz uns nicht schon in ähnlicher Weise auf die Wirkung des „Sich-Mögens“ vorbereitet?
    LG
    Curt

  2. Helmut

    Hallo Curt,

    eine kleine Anleihe ist durchaus nicht zu verleugnen. Doch glaube ich, dass der kleine Prinz nicht so analytisch mit den Voraussetzungen umgegangen ist.
    Schön, dass Du Dich erinnert hast.

    Liebe Grüße
    Helmut

  3. ahora

    Ich habe Dein Gedicht jetzt mehrere Male besucht. Nicht vorschnell wollte ich schreiben.
    Ah! jetzt.

    Am Kreuzungspunkt sich wiedertreffen – ich und Ich – zulassen – voraussetzungslos – am Nullpunkt – mal sehen, was draus wird. Spannung.

    LG
    Barbara

  4. Helmut

    Schön, dass Du die Spannung gespürt hast, liebe Barbara. Denn dass die Regelungen nach dem Willkommen eigentlich gefunden werden müssen, ist zwar klar. Aber werden sie gefunden? Das bleibt (jeweils) abzuwarten.

    Liebe Grüße
    Helmut

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