Lyrisches von Helmut Maier

Tag: 22. September 2008

Sicherheitsdenken seit der Bronzezeit

Schwerter schneiden
Keine Brote im Frieden.
Doch wer will verzichten
Auf den goldenen Glanz
Ihrer Klingen?

Wälle schützen den Wohlstand
Für Wohlgeborene freilich.
Doch angeborene Warner
Gehen verloren im Wahn
Schützender Bauten.

Wo Gefahren verschwinden
Aus dem Bewusstsein,
Verlieren sich Erbarmen
Und Güte.

Wie kann ein liebender Gott
Ein feste Burg sein?

In der Sorglosigkeit der Sicherheit
Vergisst man, wie notwendig
Der Verzicht auf die Macht ist.

Und schon naht das Verderben,
Mit dem niemand gerechnet.
Unausweichlich erscheint
Auch die letzte Katastrophe,
Wenn keine Flucht mehr
Gedacht wird.

© 2020 Maier-Lyrik

Theme von Anders NorénHoch ↑