Lyrisches von Helmut Maier

Monat: Dezember 2010 (Seite 1 von 4)

Noch deckt’s der Schnee

Noch deckt der Schnee das Zukünft’ge.
Noch ist er tief und fest gefroren.
Doch ahn‘ ich schon, was unter ihm dort wartet.


Mit diesem Deutschen Dreizeiler grüße ich alle Leserinnen und Leser und wünsche schon heute einen guten Beginn des neuen Jahres 2011.

Sehr passend der kommentierende Deutsche Dreizeiler von Syntaxia hier:

Er deckt es zu und wärmt zugleich
Was für uns nicht offen sichtbar ist
So setzt der Winter auf unser Vertrauen

Und hoffentlich war ich nicht zu vielversprechend, wenn Curts glänzender Deutscher Dreizeiler d a s vermutet:

21…?

So wie wir Dich langsam kennen
wirst Du uns nach dem Tauen nennen
was Du dort oben doch noch gefunden hast

Bruni hat folgendermaßen lyrisch geantwortet (und mir damit ganz aus der Seele geredet):

ICH ahne die grünen Spitzen,
die bisher noch im Boden sitzen,
ich ahne die Hoffnung auf Frühling,
noch wär es zu früh,
doch es kribbelt schon leicht
in meinen Fingerspitzen;
ehrlich gesagt, ich möchte nicht mehr
nur im Weißen sitzen …

Neuorientierung

Habe nun, ach! Marx in Regie,
Kautsky und leider auch Bernstein studiert
mit heißem Bemühn – wie noch nie,
habe Pädagogik gelernt und auch praktiziert,
bin Sozialdemokrat geworden,
nicht lange sinniert …

Da steh ich nun am Schelzentor
und bin so klug als wie zuvor;
der Wolfgang, der kommt hier ganz selten nur her,
höchstens Eis essen ist hier sein Begehr.

Den Tiefbahnhofkritikern begegnet er nicht,
da ist Fahnenflucht für mich ganz einfach Pflicht.
Doch folg ich nun grünen oder tiefroten Wimpeln?
Auf jeden Fall nicht sofort solchen Simpeln,

die immer wissen, was and‘re so müssen denken,
wie’s anders nicht geht,
sich völlig dem Dogma, dem klaren herschenken,
nicht dulden, dass jemand so einfach aufsteht …

Wie mir’s geht?
Nun, es geht.

Kling, Glöckchen, klingelingeling

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling,
Tiefbahnhof verhindern,
uns und unsern Kindern
Zukunft nicht verbauen,
der Vernunft vertrauen!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling.

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling,
Denkmalschutz verstehen
und Naturschutz sehen,
ja, das wolln wir alle
und in jedem Falle!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling.

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling,
Kopfbahnhof ist besser
und ja auch viel kesser:
Oben an der Sonne
bleiben wir mit Wonne.
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling.

Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling.
Keine Schlichtersprüche
und auch nicht Rechtsbrüche
sollen Böses schaffen:
Macht euch nicht zum Affen!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling.

Curts überaus freundlichen Kommentar will ich der ‚Öffentlichkeit‘ nicht vorenthalten:

Kein Wunder, dass eine solch ’schöne’ Bescherung so
stimulierend wirkt.
Helmut singt uns vor
wir bilden den Chor

Und jetzt ….: Anna-Lena:

Wir singen alle kräftig mit
und schaffen einen Mega-Hit!

Der Mond rundet sich am Himmel (Gastlyrik)

Syntaxia hat auf meine Bitte hier: https://www.maierlyrik.de/blog/2010/12/06/deutscher-dreizeiler-x/ mit dem folgenden Beitrag geantwortet und – wie ich finde – einen rundum gelungenen „Deutschen Dreizeiler“ gedichtet ( Er ist auch auf ihrer WeBLOGgia hier zu finden: https://webloggia.wordpress.com/2010/12/17/der-mond-rundet-sich-am-himmel/):

Der Mond rundet sich am Himmel

Der Mond rundet sich am Himmel
Kalt scheint sein Licht ins Dunkelblaue
Bei jedem Schritt knirscht fest gefroren der Schnee

Winter*

Lustig tanzen im Sonnenschein
Schneeflöckchen über der weißen Pracht.
Als freute der Winter sich am Übermaß.

*wieder ein „Deutscher Dreizeiler

Hier ist Curts Kommentargedicht:

Endlich wieder …

Damit auch die Kleinen, wie wir einst vor Jahren,
mit Schlitten den Winter und schulfrei erfahren,
wurde das Übermaß im ganzen Land
diesmal vom Nikolaus herabgesandt.

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