Lyrisches von Helmut Maier

Monat: Juni 2011 (Seite 2 von 3)

Der tausendste Eintrag auf dem Maier-Lyrik-Blog

Den tausendsten Eintrag auf diesem Blog will ich virtuell gerne mit euch feiern. Brigitte Fuchs hat ja schon die langstieligen Gläser herausgekramt.
Zuerst nochmal der Mit-Vorfreude-28er von Syntaxia:

Tausend ist eine feine Zahl
So bin ich sicher bald zur Stelle
Dies Jubiläum mag ich nicht verpassen!!

Und jetzt mein Kommentargedicht zu Brigittes Gartenbild:

Was könnte ich noch mehr wollen
als in den Garten einzutreten:
dass sich alle Geheimnisse öffneten.

Vielleicht kann es hier problemlos alleine stehen und – im zweiten Schritt – zu dem Gedicht hinführen, das ich im ersten Monat des Bestehens dieses Blogs (Dezember 2006) hier veröffentlicht habe: einem Gebet:

Gebet an die Göttin

Ruach, Du göttliche Weite,
Du Leben Gebärende,
die Du uns in die Weite der Welt geboren hast,
sei Du der Raum, in dem wir wirken,
die Luft, in der wir leben und weben,
der Atem, der uns mit der Luft der Welt verbindet,
dem Hauch des Ewigen,
dem Kreis des Wiederkehrenden,
der Sicherheit des Wiederkommenden.

In der Mondin erkennen wir Dich,
im Sonnenschein spüren wir Dich,
im Kreislauf der Jahreszeiten erfahren wir Dich
und leben von Dir
und hoffen auf Deine Beständigkeit
und bewähren die Kraft Deines Wesens
in unserem Leben.

Und visualisieren möchte ich die Göttin mit einer Figur einer wohl indischen weiblichen Gottheit:

Göttin

Die Freiheit des Labyrinths – Neufassung

Die Freiheit des Labyrinths
die unfreiwilligen Windungen
mitzumachen im Bewusstsein
der erträglichen Zumutung.
Gewissheit der Ankunft,
Sicherheit in der Unsicherheit,
Zutrauen in den Gang der Dinge
ohne Zwang des Bestimmtwerdens.
Unterwerfung unter die guten Regeln
ist mehr Freiheit
als der Drang der Mächtigen
zu siegen im Wirtschaftskampf.

Rasch, rasch, rasch

Wirbelnd werben sie
um schleunigsten Wechsel
vom Heute
ins Übermorgen.
Zwei Nächte fallen zusammen;
Zerfall des Auskostens
des Bekannten;
Ruinen künden
vom Aufbruch;
Abbruch verzichtet
auf Funktion, belässt aber
Fassaden des Dauerns
der Macht. Mich dauern
die Überfahrenen.

Oben bleiben!

Heute noch so, morgen anders.
Unbestritten! Aber beliebig?
Zukunft und Zukunft – nicht sind sie identisch.

Unumkehrbar ist unser Wille:
Wir nehmen Einfluss drauf, wie sie aussieht.

Dazu gibt es zwei Kommentargedichte.

Das eine ist von Curt (https://manacur.blogspot.com/):

Vexierbild – zur selben Zeit…

Vexierbild, das den
Handelnden verbirgt,

bist Puppe, du,
und Puppenspieler.

Warum sich nur
als Opfer sehen?

Das andere ist von Rosadora (https://www.rosadora.de/):

wille und zukunft,
sie sind nicht zu verwechseln.
heute nicht und morgen nicht.
wir können wollen das ist gut.

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