Lyrisches von Helmut Maier

Monat: August 2012 (Seite 2 von 2)

Empört Euch doch!

Der kleinste Schritt zum Guten hin
ergibt doch allemal mehr Sinn
als so ein Riesenschritt zum Bösen.
Vom Unheil kann der nicht erlösen.

Und willst du wissen,
was ist gut?
Bei dieser Frage packt mich Wut
Hast du denn keinerlei Gewissen? .

Du musst doch nur zum Nachbarn sehen.
Was ihm gut tut genau wie dir,
zeigt schon das Gute vor der Tür.
Dann lass es einfach so geschehen.

Da brauchst du doch keinen Experten.
S’ist sonnenklar, s’ist wunderbar,
s’ist offenbar, s’ist einfach wahr.
Da schwing doch nicht der Führung Gerten.

Den Führern trau ich nicht viel zu.
Die lassen dich niemals in Ruh.
Die folgen nur eig’nen Int’ressen,
an denen sie dein Handeln messen.

Tritt ihnen mutig doch entgegen,
lass sie dich nicht zu Boden legen,
indem sie Böses so verschleiern,
als sei es gut. Lass sie nicht feiern

den Sieg, als hätten sie nur Recht
(und was sie tun ist einfach schlecht).
Du wirst schon wissen, was zu tun.
Fang endlich an. Und tu es nun.

Brunis lyrische Antwort will ich Euch nicht vorenthalten:

oft liegt das Gute
sehr verborgen.
Kram nach ihm,
such es dir
ruf nach ihm

schrei laut,
erhebe
deine Stimme
damit sie Gutes
uns bringe

erkenne im
undurchdringlichen
Dschungel
der Obrigkeit,
wie wenig doch
diese
gescheit

Melancholische Gedanken nach wieder einem Lebensjahr

Der Zeiger, der die Zeit vertreibt,
der Mensch, der gern zu Hause bleibt,
der Dichter, der Gedichte schreibt,

sie alle, was bewegen sie?
Ein Ziel erreichen sie fast nie.

Die Zeit vergeht,
die Uhr, sie steht,
und manch so ein Gedicht verweht.

Was bleibt, ist kaum Erinnerung,
ist kaum für etwas Neues Dung.

Bleibt irgendwas Bedeutungsvolles?
Bleibt irgendwas so wirklich Tolles?

Ach, nichtig ist,
was übrig bleibt.
Nicht wichtig ist,
was er auch schreibt,

der Dichter.

Long Barrow

In der Erde geborgen.
Gesetzter Felsengang.
Lustvolle Rundungen.
Eingang und Ausgang.
Tod und Wiedergeburt.
Mutterleib. Urbild
der Basiliken. Geheimnis
des Ewigen im Wechsel.
Geleitete Willensbekundung.
Ich komme
zu mir
in der Göttin.

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