Lyrisches von Helmut Maier

Ich probier’s nochmal

Das Raunen der Gespenster

Wieder ist ein Vulkan ausgebrochen.
Wieder haben wir den Beweis:
Recht hatten wir, dass wir gewarnt haben
vor der Gefahr der Vulkanisierung Europas.

Höre sie nur!
Höre genau hin, was sie sagen!

Mit Wutausbrüchen dem Wüten begegnen
müssen wir. Das ist unser Auftrag.
Den Anhängern des Gottes des Feuers –
wir stellen uns ihnen mutig entgegen.

Höre sie nur!
Höre genau hin, was sie sagen,
was sie raunen:

Genug ist genug! Kampf dem römischen
Heidentum, das 2000 Jahre lang
die Schläfer Vulkans befeuerte. Jetzt
dringen sie auf uns ein:
Schon viele Tote hat es gegeben:
Tod den Vulkaniseuren.

Höre sie nur!
Höre genau hin, was sie sagen,
die Gespenster im Finstern:

Einhalt dem tödlichen Treiben! Dem Vulkanismus
sagen den Kampf wir jetzt an. Jetzt
zeigt er sich offen. Reifen brennen
nun auf den Straßen. Zu viel Gummi!
Geschmolzene Masse – schon in Paris
kommt sie den Menschen entgegen.
Bald schon wird sie auch hier sein in Dresden, in Köln und in Stuttgart.
Haben wir denn nicht Recht?
Tod den Vulkanen!

Was die Gespenster dir sagen,
mag dich erregen.
Aber prüfe die Worte!

4 Kommentare

  1. Mirjam

    So ist der Lauf der Welt.
    Ein hoch und runter, zwischen Wut und Glück.
    Und jeder Augenblick ändert die Stimmung.
    Wie soll man da sein Herz ausmalen. Rot oder schwarz..
    Dunkelheit jedoch, wird nie Glück bringen.
    Nur, einen wilden Rhythmus aufgeregter Schritte.

    Über deine patenten Antworten auf die Kommis habe ich mich sehr doll gefreut. (-:

  2. Moni

    Dieser Text hat eine Wucht, die mich fast umhaut!
    Mehr kann ich dazu noch nicht sagen…

    Sprachlos
    Moni

  3. Helmut

    Liebe Mirjam,

    Danke für Deine lyrische Antwort. Ich greife mal einen Gedanken davon heraus: gegen die allzu große Aufgeregtheit. Ja!!!

    Liebe Grüße
    Helmut

  4. Helmut

    Liebe Moni,

    ich freue mich schon drauf, dass Du nicht mehr sprachlos sein musst. 😉

    Ganz herzliche Grüße
    Helmut

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