Lyrisches von Helmut Maier

Der Tod

Der Tod,
so einer um den andern,
wetteifert um meine Gefühle
mit dem blauen,
sonnendurchstrahlten Himmel.

Ewiges Ineinanderfließen
der Welten
verunsichert mich,
vermag zu verwirren.

Die Wege gehen,
die es nicht mehr gibt,
Erinnerungen halten,
als vergingen sie nicht,
wozu noch?

Aus dem Weg gehen
den Erinnerungen,
als könnte ich sie verdrängen,
ach wie?

Neue Qualitäten des Daseins
eröffnet der Tod,
nie gekannte.

Und tastend wage ich mich
in uneröffnete Zukunft.

5 Kommentare

  1. Moni

    …tastend lese ich diesen Text von dir, Helmut.
    Er ist tiefgehend und ja: „neue Qualitäten des Daseins …“

    Gruß ins Wochenende
    Moni

  2. Anna-Lena

    Die Auseinandersetzung mit dem Tod kommt mit zunehmendem Alter und den Erfahrungen um uns herum, wenn liebe Menschen gehen.
    Ein diffiziles Thema, das ich gern verdränge…
    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  3. christine matha

    Ja, der Tod ist gewiss nicht das Ende, sondern eine andere Dimension! Schònes Gedicht, lieber Helmut!

  4. bruni8wortbehagen

    werden wir älter, lieber helmut, verlassen uns immer wieder menschen unserer jahrgänge und noch bleiben wir zurück, schlucken trocken und fragen uns, wieviele gute jahre bleiben UNS noch…

    und dann vergessen wir die trüben gedanken, wenden uns dem leben wieder zu und erkennen seine schönheit genau so deutlich wie früher schon.

    lebe dein leben, solange es deines ist, lebenswert finde ich es auch noch mit gebrochenem schlüsselbeinchen u. doofem verband

    herzlichst
    bruni

  5. Helmut

    Ich danke Euch fürs Mitfühlen, Mitdenken und für den Blick auf Herkunft und Zukunft.

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