Lyrisches von Helmut Maier

Tag: 21. Juni 2015

Lyra-Gesang

Dazu wollen gar zu gerne sie
uns bringen am Ende der Metaphern
dass wir freundlich gestehen:
unser poetisches Reich,
nicht sei’s von dieser Welt;
also müsse die Realität,
die todesschwangere,
nicht ihm sich unterwerfen.
Nein, nicht Unterwerfung
verlangt es,
sie wollen’s nicht hören;
auch verlangen will’s nicht,
die Ohren halten Politiker
trotzdem zu:
man verlangt ja so viel von ihnen.
Das ewige Leben empfangen
und Unmögliches doch
für möglich halten;
auch das woll’n sie nicht:
zu viel Anspruch hielten sie
nicht und nimmer mehr aus.
Und sie klatschen erfreut in die Hände,
geben wir’s zu: Es ist nur ein Lied.
Es sagt nicht, wie’s sein kann,
sondern nur, wie’s könnte,
wäre da die Realität nicht,
die unpoetische,
die sie als Dichtung wahrzunehmen
nur bereit sind
zwischen ihren Scheuklappen,
und nicht als Diktum,
obwohl diese beiden Zwillinge sind,
von derselben göttlichen Mutter,
der wohlmeinenden, gnädigen
Mutter.
Wollen wir diese verleugnen?

Was bleibt ist macht

angela,
die bundeskanzlerin,
macht
ihr volk,
die deutschen,
zufrieden

angela
…………………………………
macht
………….
……………………..
zufrieden

……………
…………………………………
macht
………….
………………………
…………….

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