Navid Kermani gratuliere ich herzlich zu der ihm verliehenen Ehre des Friedenspreises des deutschen Buchhandels, weil er ein sehr gelehrter Mensch und uns in vielem lehren Könnender auf dem Gebiet der Orientalistik ist. Er öffnet unseren Blick auf eine moderne Sichtweise des Islam – etwa als Poesie, die ja i m m e r interpretiert werden muss.

Einer ihn betreffenden Tatsache kann ich allerdings gar nichts abgewinnen: „Der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani fordert mehr militärisches Engagement des Westens gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“.“
Siehe dazu den Artikel „Europa muss sich militärisch stärker engagieren
Navid Kermani im Gespräch mit Liane von Billerbeck“
(https://www.deutschlandradiokultur.de/islamischer-staat-europa-muss-sich-militaerisch-staerker.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=322102), aus dem ich das oben genannte Zitat über die Forderung nach mehr militärischem Engagement des Westens habe.

Dass uns das, was im Nahen Osten Schreckliches geschieht, auch unmittelbar angeht, ist unbestreitbar. Aber wir sind in dieses Geschehen so verstrickt, dass wir uns erst einmal über unser eigenes Fehlverhalten im Klaren sein müssen, wenn wir angemessen einzugreifen versuchen sollten – und das keinesfalls militärisch, weil wir damit alles nur schlimmer machen würden.