Die Sehnsucht nach dem Regenbogen:
Sonne und Regen mögen sich vertragen.
Ich bin dem Regenwetter nicht gewogen.
Die Dauer-Hitze kann ich nicht ertragen.

Wie kann ein jedes ganz in Maßen
und jeweil zu der rechten Zeit sich finden?
Das Paradies, von dem wir lasen,
warum müssen wir darum uns winden?
Unmöglich ist es nicht, so möcht‘ ich glauben.

Perfekt muss nicht einmal es sein.
Ein wenig mehr wird mir schon längst genügen.
Nur ab und zu ein Gläschen Wein.
Mit der Bescheidung kann ich mich begnügen.
Dazwischen ein Likörchen wär nicht schlecht.

Die Angst jagt uns, wir könnten was vermissen,
wenn wir nicht übermäßig können was genießen,
wenn uns nicht mehr als nötig wird gegönnt,
wenn wir nicht stets und immer werden gar verwöhnt.

Je mehr das Geld, das wir erbeutet haben
in Steuerparadiesen hier und da,
sagen die Reichen, die am Überfluss sich laben,
auch Geld erwirtschaftet, fühlen wir sicher uns ja.
Die Armen sollen sehen, wo sie bleiben.

Ich sehn‘ mich nach dem Regenbogen und
dass viele sich danach auch sehnen
und tun der Welt es kund
und handeln beispielhaft danach
zum Wohle auch von jenen,
die nie Gelegenheit bekamen
selbst zu entscheiden, wie sie leben wollen.