Lyrisches von Helmut Maier

Monat: Oktober 2018 (Seite 2 von 3)

Schreiben nach Gehör?

Auf Facebook habe ich an einer Diskussion über die Rechtschreibdidaktik teilgenommen. Dort wurde die Methode des Fibel-Unterrichts mit dem Kennenlernen des Lesens und der schriftlichen Ausdrucksmöglichkeit Wort für Wort befürwortet. Ich hielt dem u.a. Folgendes entgegen:

Das Schreiben nach Gehör im frühen Unterricht setzt unglaubliche Energien frei. Die Kinder müssen nicht warten, bis sie endlich a l l e Regeln kennen, um e i g e n e Texte schreiben zu können. Dass das Erlernen von Regeln bis nach der Grundschule warten soll, erschließt sich mir nicht. Ich halte es für sehr wichtig, dass Kinder die Polarität von Freiheit (die ihnen durch das Schreiben nach Gehör bietet) und das Eingebundensein in Regeln (die sie natürlich auch lernen müssen) möglichst ohne zu große Konflikte erleben, akzeptieren und schätzen können. Das macht sie statt zu Untertanen zu mündigen Mitmenschen. Und das sollte heutzutage Ziel der Pädagogik sein, nicht dass Kinder möglichst angepasst sind.

Ess-ling-(g)en

Wie wunderbar,
wie berührend,
vielfach Ess-ling-(g)en,
Ess-ling-(g)en,
Ess-ling-(g)en
gesungen zu hören
voller Inbrunst
in den Gesängen
der afrikanischen Trommelgruppe
bei der Demonstration
auf dem Esslinger Hafenmarkt
für die Seenotbrücke
im Mittelmeer
und das Recht auf Leben
der Geflüchteten und
der um ihr Leben Kämpfenden –
gegen die Heimattümmelei
des Heimatministers
und seiner Nachäffer
und seiner Vorbilder
in den alten, menschenverachtenden
Garden der Volksverderber!

Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en.
Ess-ling-(g)en …

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