Lyrisches von Helmut Maier

Es schneit

Vom Wind verweht
zum Tanzen gebracht,
Schneeflockensterne.
Sie werden gleich schmelzen
auf meiner Haut.

Auf meinem Haar
und auf flachen Dächern
bleiben sie liegen.

Es sei Winter,
sagen sie
mit Bestimmtheit im Ausdruck.

10 Kommentare

  1. Syntaxia

    Schön!
    So ganz ernst haben sie es hier noch nicht gemeint. Es war mehr Hagel, den wir mit dem Mund aufzufangen versuchten. Die Schneeflockensterne landen sicher weicher. 🙂

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

  2. Rachel

    Genau. Sie wissen, dass sie in diese Zeit gehören und haben sich, aller Widrigkeiten zum Trotz, auf den Weg gemacht. Hier fallen sie noch mehr als Regen, aber dieses Weißgefühl schimmert schon durch, lächel…
    Fein, dein Gedicht, lieber Helmut!

    Herzlichst, Edith

  3. Helmut

    Liebe Syntaxia,

    Es freut mich, dass ich Dir den (doch) schwachen Wintereindruck vermitteln konnte. Er ist noch möglich, der Winter!

    Ganz herzlichen Gruß
    Helmut

  4. Helmut

    Liebe Edith,

    Das „Weißgefühl“ ist anscheinend so etwas wie ein sehnsuchtsstillendes Versprechen, dass sich nicht a l l e s verändert. Danke für Dein Lob!

    Ganz herzlichen Gruß
    Helmut

  5. Quer

    Du hast den Zauber des Winters wunderbar eingefangen: danke!
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  6. Helmut

    Liebe Brigitte,

    das freut mich sehr, dass das Textlein bei Dir so gut angekommen ist.

    Herzlichen Dank und liebe Grüße
    Helmut

  7. gabriele pflug

    dein gedicht passt wunderbar in mein geliebtes mühlviertel. mir gefällt dein gedicht sehr gut!

    liebe grüße
    gabriele

  8. Helmut

    Dankeschön, liebe Gabriele! Ich freue mich sehr, dass Dir das Gedicht gefällt. Dass der Schnee auch seine bösen Seiten haben kann/hat, soll damit nicht vergessen werden. Aber wahrscheinlich hat die Schneelage in den Alpen denselben Grund wie die Tatsache, dass wir uns auf ein bisschen richtigen Winter sehsuchtsvoll freuen müssen: wir Menschen haben das Klima ordentlich durcheinander gebracht

    Liebe Grüße
    Helmut

  9. Anna-Lena

    Endlich kommt der Winter seiner Aufgabe nach, wenn er auch an manchen Orten übertreibt und das Leben aus den Angeln hebt.
    Wie in vielen Bereichen unseres Lebens ist das Maß ein wenig ungenau geworden.

    Liebe Grüße aus dem schneefreien Brandenburg,
    Anna-Lena

  10. Helmut

    Liebe Anna-Lena,

    hab vielen Dank für Deine Zusammenfassung der gegenwärtigen Situation, die Du kritisch, aber zuversichtlich siehst. Ja, ohne Winter können wir uns unser Klima praktisch gar nicht vorstellen.

    Sei lieb gegrüßt!
    Helmut

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