Lyrisches von Helmut Maier

Monat: April 2019 (Seite 1 von 2)

2. Fortsetzung „Engel“

Neue kreuzen meine Wege,
ans Herz mir gewachsene
begleiten meinen Weg,
(ich bin dankbar dafür)
auch schon länger
und geben mir Halt,
und ich weiß auch,
anvertraut sind sie mir
und enttäuschen will ich sie nicht. ……………………………………..

(Fortsetzung folgt)

Fortsetzung „Engel“

[Manchmal lüften sie ihre Geheimnisse,]
werden zu Menschen,
die ich verstehe.
Ja, auch sie sind die Engel,
von denen ich spreche:
Menschen, die mir vertrauen,
denen ich etwas bedeute,
was hinausgeht über
„Guten Tag“
oder „wie tue ich meine Pflicht“.

Ich liebe die Engel,
die mich lehrten zu lernen,
wie ich Vertrauen zu schenken vermag,
die mich aushielten, wie ich war,
die ich auszuhalten begehrte,
weil in ihrer Gesellschaft
sich Wunder ereigneten,
die mir unbekannt waren,
die mich lehrten zu lieben,
die Liebe mir gaben.
Immer wieder begegne ich solchen. ………………………………….

Fortsetzung folgt

Engel

Engel,
ich nenne sie einfach mal so,
Wesen aus einer anderen Welt,
geheimnisvolle Wesen auch
in diesem Zuhause hier,
das mir die Erde bietet
mit blühenden Sträuchern
und Blumen und aufbrechendem Grün.
Ich verehre sie, weiß sie an meiner Seite,
lerne, dass sie mir wohlgesonnen sind,
kann ihnen vertrauen.

Manchmal lüften sie ihre Geheimnisse, …………………………………………

(Fortsetzung folgt)

Rettet die Wiesen!

Ich bin gewiss nicht mit allem einig, was Michael Miersch denkt und sagt, zum Beispiel bin ich nicht damit einig, wie er über „Pseudo-Ökokatastrophen“ (wobei er offenbar über die Klimakatastrophe spricht) oder über die „Öko-Deutschen“ redet; aber was er über die Wichtigkeit ‚richtiger‘ Wiesen, sprich „Magerwiesen“ sagt, hat anscheinend Hand und Fuß.

Zumindest aufrüttelnd sind dabei zwei Beispielsätze: „Verschwunden sind die bunten Blumen, die Kräuter und die Artenvielfalt der Wildgräser. Selbst ein Fußballfeld besteht aus mehr Grasarten als eine Hochertragswiese.“

Entscheidend ist wohl die Notwendigkeit ‚richtiger Wiesen‘ als Lebensraum für Insekten und viele weitere Kleinlebewesen – und man könne ziemlich einfach etwas gegen das Insektensterben tun.

Lesens- (und bedenkens-) wert!

Hier der Link zu seinem Text: https://www.salonkolumnisten.com/rettet-die-wiesen/?fbclid=IwAR3TlXb_MNljQml3z-OFRCe4l-AROIIXsOVWoMbsG6Ukhw_5pIMyGcyrQDE

Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion

Stecke dein Schwert in die Scheide

In obigem Passions-Oratorium höre ich den Satz Jesu zu Petrus im Garten Gethsemane vor seiner Gefangennahme: Stecke dein Schwert in die Scheide

Ist das nicht in unserer Zeit die entscheidende Botschaft des Karfreitags, was Jesus hier zu Petrus sagte?

Ich weiß, das gilt heute (wie wohl schon die meiste Zeit, seit es das Christentum gibt) als e i n e Seite des christlichen Abendlandes. Da galt immer, dass die Verteidigung dieses christlichen Abendlandes die Aufgabe der Herrschenden sei. Helmut Schmidt nannte das „Verantwortungsethik“, die durch die (private) „Gesinnungsethik“ nicht in Frage gestellt werden dürfe.

Es sieht so aus, als habe Jesus umsonst gesprochen. Das christliche Abendland (und ist Deutschland seit der Wiedervereinigung nicht einer der Hauptgaranten der entsprechenden Wertvorstellungen) mache sich an seinen Bürgerinnen und Bürgern schuldig, wenn es ihnen den Schutz verweigere, der durch das Schwert, also das Militär gewährleistet werde.

Auch die „Verlässlichkeit“ gegenüber den Bündnispartnern (besonders innerhalb der EU) muss dafür herhalten, dass nach dem Grund gar nicht mehr gefragt wird, warum wir unsere Weltgegend christliches Abendland nennen und trotzdem militärische Stärke als unabdingbare und vorrangige Bedingung dafür sehen, dass die christlichen Grundlagen unserer Kultur erhalten bleiben. Dabei ist es offenbar gleichgültig, ob und wie viele Menschen durch die Rüstungslieferungen in kriegführende Länder ermordet werden. Hauptsache sei, dass wir in Sicherheit leben.

Aber tun wir das? Wie viel Unheil und Tod ist durch Kriege über die Menschen in unserem Land gekommen, wenn es durch eine Politik der militärischen Stärke und des Willens zur Macht gegenüber anderen bestimmt war? Und das kann durch noch größere militärische Stärke erreicht werden – und dadurch, dass Deutschland heute weltweit militärisch aktiv ist (angeblich zum Schutz von Menschen in den betroffenen Gebieten)?

Jesu Antwort ist eindeutig: “Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.

Vom Glück

Vom Glück sind wir genommen,
vom Glück!
Und haben das Recht
glücklich zu sein! Bloß manchmal
nehmen wir zu viel uns
vom Glück
und nehmen’s vom Glück
der andern.
Und vielleicht haben wir
unverdientes Glück,
dass uns der Raub
nicht auf die Füße fällt
und wir dann
erst recht klagen müssen,
wir hätten zu wenig Glück,
weil wir uns nicht gut genug
kennen.

Lesen

Hurra, ich habe es geschafft: Ich habe das Buch mit 732 Seiten fertig gelesen: „Noch eine Runde auf dem Karussell . Vom Leben und Sterben“. Tiziano Terzani, ein früherer Asien-Korrespondent des Magazins Der Spiegel hat es in einer Art Einsiedelei im Himalaya vor seinem Tod geschrieben und darin sein Leben nach einer Krebserkrankung und der zunächst gelungenen Heilung durch Operation, Chemotherapie und Bestrahlung, dann die Suche nach anderen Heilmethoden, aber vor allem die Suche nach der Erkenntnis des eigenen Selbst geschildert – und damit unter anderem seine Erfahrungen mit Heilern und spirituellen Lehrern und Lehren vor allem aus der Kultur Chinas und Indiens verdeutlicht. Er hat damit der Leserin oder dem Leser (wahrscheinlich eher ihm) einen Weg gewiesen, der zur eigenen Selbsterkenntnis führen könnte. Ich habe bei der Lektüre viel erfahren und gelernt.

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