Lyrisches von Helmut Maier

Konzentrische Kreise (ein Pfingstgedicht)

Ja, es geht rund
bis oben hin,
wo sich die Kreise
konzentrieren
im Schlussstein
eines Trullodaches.

Ja, es geht rund
im Kreise
alles Wiederkehrenden
und Neuen.

Ja, es geht rund,
selbst noch im Dreieck
eines Weltenkonzentrats,
wo sich Menschheitsgeschichte
immer rundet
im Mysterium
des ewig neu beginnenden
Sizilien.

Es rundet sich und schleift
den Kiesel der Vollendung
aus den kantigen Gesprengen
in Ebbe und in Flut
im Kreis der Jahre.

Es schließt sich wohl
der Kreis
des immer neu Beginnens
in dem neuen Öffnen.

Und konzentriert sich so
bis zum gedachten Punkt,
wo alles endet und
wo alles neu sich rundet
im jetzt und jung entstandenen
und stehn’den Bogen.

Fast wird es mir zu schwindlig
von dem vielen Kreisen,
wär‘ nicht der Funke, der
das Lebensrad noch einmal treibt.

4 Kommentare

  1. Syntaxia

    Ungeachtet religiöser Bedeutung, finde ich diese Bauten schön. Mir gefällt der Gedanke, dass sich auch ein Dreieck runden kann und mit dem Runden die Kanten geschliffen sind, wie im Leben.
    Ja, es kann bei Kreisen auch eine Strudel/Spiralwirkung nach oben geben, dann sollten wir uns wieder erden. 🙂

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

  2. Helmut

    Liebe Syntaxia,

    wär da nicht der Funke ,,,
    Schon damals in der Fremde! Es rundet sich auch mit dem . rund auf der Dreieck gehobenen Spitze!

    Gutes Raten
    Helmut

  3. gabriele pflug

    dein gedicht gefällt mir sehr gut!
    da gibt es vieles, was ich auch auf mein leben beziehen kann.
    sehr spannend!

    liebe grüße
    gabriele

  4. Helmut

    Da hast Du Glück! – – Spannend wird es erst, wenn Du das zugibst!

    Helmut Maier

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