Lyrisches von Helmut Maier

Das Amselnest im Haselstrauch

Im Amselnest im Haselstrauch
da sitzt kein Vogel, liegt kein Ei;
fast ganz da oben sitzt es drin.
Es scheint so völlig ohne Sinn.

So scheint’s im Winter, scheint’s
ist alles Leben eitel;
Doch warte nur ein Weilchen;
vielleicht schon in zwei Monaten
ist’s voller Leben, voller Glück
und Amselschrei und Vogelschreien
sind lange wieder hier zurück!

Dann ist der Haselstrauch schon wieder grün;
noch hängen drei, vier Blätter drin,
die noch vom Sommer träumen
wie Blätter in den Birkenbäumen.

So ist der Wechsel immer noch
und ist kaum anders denkbar.
Noch sind wir sicher, dass es kommt,
das Frühjahr kommt und neue Wonnen.

Wenn Mensch es will und es gelingt,
den Gasgehalt an CO2
zu mäßigen, zu drosseln,
dann mag es gehen, mag’s gelingen,
wir können einzeln nur so wenig tun
und dürfen trotzdem gar nicht ruhn!

Und Greta ist kein Kind, das einfach plappert.
Sie sieht es deutlicher als manche Laffen,
was wird, wenn niemand sich drum schert,
wenn Geiz und Gier uns anderes beschert!

4 Kommentare

  1. Bea

    schöner text! und greta ist schon wichtig. besonders nach dem dummen geplapper von den greta-bashern

  2. Syntaxia

    Nicht auszudenken was wäre, wenn der Wechsel ausbliebe!
    Schon jetzt hat sich viel davongeschlichen, viele Arten gibt es nicht mehr. Sie gingen zu still vielleicht!
    Hoffen wir und tun was wir als einzelne Person tun können.

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

  3. Helmut

    Liebe Bea,

    hab herzlichen Dank für Deine Antwort, die mich sehr gefreut hat!

    Liebe Grüße zurück
    Helmut

  4. Helmut

    Noch glaube ich: auch politisch, liebe Syntaxia! Die Roten haben sich da noch bewährt!

    Liebe Grüße
    Helmut

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