Lyrisches von Helmut Maier

Die Wolkenlücke

Der Himmel lässt eine Wolkenlücke offen.
Heute regnet’s nicht.
Hoffe ich.
Der Wetterbericht ist auch
immer verlässlicher.
Heute regnet’s nicht.

Morgen regnet’s.
Ich kann mich drauf verlassen,
kann mich darauf einstellen.

Aber: der Klimawandel kommt.
Auch darauf kann ich mich verlassen.
Kann ich mich auch
darauf einstellen?
Ich kann ja doch
auch etwas tun.
Aber ist es genug?

7 Kommentare

  1. gabriele pflug

    wir müssen uns drauf einstellen. ich glaube, wir haben zu lange den optimismus gelebt, weil wir uns nicht einschränken und im verzicht üben wollen.
    du bringst es auf den punkt!
    liebe grüße
    gabriele

  2. Quer

    Fragen über Fragen.
    Wir werden uns daran abarbeiten – so gut es geht.
    Aber geht es gut genug?

    In diesem Sinne herzlichen Sonntagsgruss zu dir,
    Brigitte

  3. Helmut

    Liebe Gabriele, liebe Brigitte,

    Wenn es nur so einfach wäre: Wir (kleinen Verbraucher) a l l e i n e könnten es schaffen? Gewiss: wir können viel erreichen, viel tun, was zur Verhinderung der Klimakatastrophe beiträgt. Wir können klimagerechtere Autos – oder w e n i g e r – fahren. Wir können nicht mehr so oft – oder gar nicht (mehr) – fliegen. Wir können unsere Häuser besser dämmen und auf erneuerbare Energien umsteigen. Aber alleine können wir das nicht. Wenn diejenigen, die große Gewinne machen, fleißig weitermachen wie bisher und sich um solche „Kleinigkeiten“ nicht kümmern, wenn sie mit Werbung zum (unnötigen) Konsum verleiten, dann stehen wir auf verlorenem Posten. Ich weiß, welchen Zwängen auch sie unterliegen; die
    Arbeitsplätze werden genannt, die wir natürlich erhalten wollen – aber es hilft nichts. Wenn uns nichts Vernünftiges einfällt, was man für einen geordneten Ausstieg aus dieser Unvernunft (denn d a s ist es, worauf alles hinläuft) tun kann, ist unser privater Verzicht sehr ehrenhaft – und auch nicht umsonst! – , aber er allein hilft nicht.

    Entschuldigung: ich musste diese Gedanken loswerden, um nicht verrückt zu werden.

    Lasst es Euch gutgehen mit was auch immer, solange es n i c h t umweltschädlicher ist als verantwortbar.
    Liebe Grüße
    Helmut

  4. Anna-Lena

    Sicher können wir viel tun, aber nicht alleine alles stemmen. Den Klimawandel aufzuhalten , dazu braucht es Verzicht auf allen Ebenen sowie Neuerungen und auch eine gewisse soziale Verträglichkeit, was Arbeitsplätze betrifft.

    Leider sind schon im privaten Bereich nicht alle bereit, Verzicht zu bringen und viele fliegen weiter ständig um die Welt, sitzen auf bequemen Kreuzfahrtschiffen und glauben, wenn sie den Müll trennen, tun sie Heroisches.

    Mir fehlt das an-einem-Strang-ziehen auf allen Ebenen, gerade für unsere Kinder, Enkel und weitere Generationen, für die auch wir eine Verantwortung haben.

    Einen lieben Gruß, aus einer momentanen Regenpause,
    Anna-Lena

  5. Helmut

    Liebe Anna-Lena,

    Ich bin glücklich über Deine Antwort. Ja, so sehe ich das auch! Regenpause haben wir gerade auch. Müll zu trennen halte ich bei allen Schwierigkeiten doch für dringend nötig.

    Lieben Gruß
    Helmut

  6. bruni8wortbehagen

    Genug ist es nie, lieber Helmut,
    da gibt es so vieles nachzuholen, neu aufzubereiten, weiter nach guten Lösungen zu forschen, immer gibt es da noch etwas, was im argen liegt, aber vieles können wir selbst ändern, in dem wir uns rückbesinnen.

    Herzliche Grüße von Bruni

  7. Helmut

    Liebe Bruni,

    Herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Du hast völlig Recht. „Genug ist es nie!“ „Immer gibt es da noch etwas, was im argen liegt“. Ganz gewiss! Ich werde mich daran erinnern! Vielen Dank noch mal!

    Ganz liebe Grüßé
    Helmut

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