Lyrisches von Helmut Maier

Monat: Juni 2020 (Seite 1 von 2)

Optisch*

Ich lasse eine Lücke frei
in meinem engen Bücherregal.
Das sieht irgendwie dann doch belebter aus.

*ein Achtundzwanziger ( https://www.maierlyrik.de/blog/der-dreizeiler-mit-dem-namen-achtundzwanziger/ )

Dass ich mir d a s wünsche

Was ich mir
für Deutschland wünsche
und wo möglich
auch für andere Länder –
ist es ein Testament?
Ein unerfüllbares?

Das ist es, was ich mir wünsche:

Schon v o r dem Ende der Corona-Krise (das dann vielleicht mit dem Impfen gegen den Virus möglich wird) wünsche ich mir den Abzug der noch 20 übrigen Atombomben im deutschen Büchel, viel mehr Geld für Friedensfachkräfte, d.h. entsprechend weniger Geld für die Bundeswehr, den Erhalt des Kopfbahnhofs in Stuttgart, d.h. den Umstieg vom weiteren Bau des Schiefbahnhofs mit der Gefahr von Brand-Katastrophen zu einem weit sichereren und viel effektiveren Bahn-Knotenpunkt Stuttgart, eine freiere Schulbildung mit weniger Notendruck als bisher und eine bessere Bezahlung für Pflegekräfte und andere „systemrelevante“ Berufe und eine linksgerichtete Koalitionsregierung nach der nächsten Bundestagswahl, die noch mehr Reformen durchführen kann.

Möglich wäre es ja schon,
was ich mir wünsche.
Kein Wolkenkuckucksland!
Aber erwartbar?

So vieles, was wir uns wünschen,
geht nicht in Erfüllung.
Und das Leben
geht weiter.

Aber es geht
nicht so weiter,
ohne dass ich es gewünscht hätte.

Dass ich es mir wünsche,
zeigt: Noch bin ich lebendig!

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