Lyrisches von Helmut Maier

Der Herbst

Der Himmel zeigt sich schon so herbstlich,
dass ich mir meinen Optimismus
fast verkneifen könnte:
dass der Herbst so schlimm nicht wäre,
nicht so sehr sommerlich,
sondern vom Winter schon geprägt,
dem bitterkalten.

Doch ach, was soll‘s:
Ich will den neuen Wein genießen,
will mir die Herbst-Suppe
nicht vermiesen lassen,
will die Früchte all verspeisen,
will auf Durchfall pfeifen
und auf Magenblähen
und will …
und will …
und will …

10 Kommentare

  1. Edith Hornauer

    ….und will wie in jedem Jahr bunte Blätter sammeln, pressen
    …und will durch raschelndes Laub laufen im bunt gemalten Wald
    … und will Gedichte schreiben vom Herbst, weil ich selbst mitten im Herbst stehe…

    Lieber Helmut, ich bleibe beim Optimismus, die Welt besitzt schon zu viele Pessimisten.
    Wir machen aus dem Herbst das Beste!!

    Ganz herzliche Grüße
    Edith

  2. Helmut

    Liebe Edith,

    Danke, dass Du mein Gedicht so toll beendet hast. Ja, das wären wirklich 3 Möglichkeiten, die ich unbedingt in Betracht ziehen werde! Da fällt mir ein Enkel ein, der – so klein er war, so großartig doch – bei einem Streifzug durch den raschelnden Herbst- oder Winterwald auf das raschelnde Laub aufmerksam wurde und meinte: Der ganze Wald sei eine „Rassel“!

    Ganz liebe Grüße
    Helmut

  3. Quer

    Wie schön! Man kommt ja wieder so langsam dazu, den Herbst zu mögen mit all seinen optischen, kulinarischen und haptischen Angeboten.
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  4. Edith Hornauer

    Lächel, meine Enkel-Jungs mögen dieses Rascheln auch. Selbst wenn ich mit dem Großen unterwegs bin, dann kann ich beobachten, wie er mit den Füßen noch immer das Laub zum Rascheln bringt. Wir können froh sein, dass wir mit unseren Kindern und dann auch Enkeln so oft in der Natur waren und noch immer sind. Dort, sage ich immer, lernt man fast das Meiste fürs Leben..
    Dir ein ganz feines Wochenende. Hier regnet es, und wir sind sooooo froh darüber.
    Herzlichst, Edith

  5. Moika-Maria Ehliah

    Unser Tobihund liebte das Laub so sehr.
    Er ist in jeden Laubhaufen gesprungen … (konnte ihn oftmals gar nicht zurückhalten)
    nicht zur Freude er Gemeindebediensteten die mit ihren Laubsaugern arbeiteten,
    doch auch sie hatten Vergnügen an der Lebensfreude unseres Tobis.(+ 2018)
    Alles Liebe und Segen!
    M.M.

  6. Helmut

    … und wenn es „nur“ die Wortkunde wäre!

    Danke für Deine liebe Replik, liebe Edith!
    Gruß
    Helmut

  7. Helmut

    Liebe Brigitte,

    Ja, der Herbst hat seine zwei Seiten: Er hat genug damit zu tun, die Kulissen hin und wieder zurück zu schieben! Und er hat wirklich viel zu bieten!

    Herzliche Grüße
    Helmut

  8. Helmut

    Liebe Moika(?)-Maria,

    ja, der Herbst hat zwei Gesichter (mindestens) und hat genug zu tun mit all seiner Kulissenschieberei …

    Danke vielmals
    und ganz liebe Grüße
    Helmut

  9. bruni kantz

    Die Herbstsuppe! Was für einen treffenden Begriff hast Du gefunden für den Herbst, der uns auch die Nebelsuppe bringt…
    Liebe Grüße von Bruni

  10. Helmut

    Wobei ich mir die Herbstsuppe nicht versalzen lassen will, liebe Bruni! 🙂 Aber Du hast ja Recht: Die Nebelsuppe ist mit eingeschlossen!

    Danke Dir sehr
    und grüße Dich herzlich
    Helmut

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