Lyrisches von Helmut Maier

Friedensbotschaften

Ich bin ja oben.
Blicke ins Tal hinab.
Blicke hinüber
auf die andere Seite,
dorthin, wohin man
mit dem Fahrrad eine gewaltige,
ebene Strecke
fahren müsste.
Ich sehe den Sonnenschein dort.
Hier ist die Sonne
durch schwarze Wolken verdeckt.
Sie lassen aber blaue Flecken
wie Inseln blank liegen
am Himmel.
Aber ohne Sonnenschein
auf der Erde.

Der Wechsel zwischen
Sonnenschein dort,
blauen Flecken hier,
Nebelresten unten im Tal.
Das alles macht ein Bild,
eines, das wunderliche Zeichen setzt,
hin und wieder und
Botschaften sendet hinaus:
Friedensbotschaften.
Gemeinsam sie zu erfahren

im Bild!

11 Kommentare

  1. lintschi

    wie recht du doch hast, lieber helmut!
    nur wenn man alles zusammen sieht, ergibt es das ganze bild. in ausschnitten lebt man nicht …

    ich wünsche dir frohe festtage und freue mich schon
    auf ein weiteres gemeinsames gutes neues jahr!

    ganz liebge grüße
    lintschi

  2. Helmut

    Schön, wenn man die Gelegenheit hat (wie ich) alles auf einmal sehen zu können – was heißt alles? Ein größerer Teil des Ganzen! Mir fehlt völlig der Meerblick, zum Beispiel, oder das Hochgebirge oder …

    Ich danke Dir aber, liebe Evelyne, dass Du das, was ich sehe, freundlich als das Ganze nimmst. Dafür herzlichen Dank!

    Liebe Grüße
    Helmut

  3. lintschi

    es geht nicht mir darum, dass man alles sieht – wie du mich aber wahrscheinlich eh richtig verstanden hast-, sondern das ganze bild, das einem geboten wird, so meinte ich das. also nur ins tal hinunter, oder nur den himmel … ist zu wenig.
    man muss auch licht UND schatten sehen, um sie überhaupt erkennen zu können. wer nur in dem lebt, was er sehen WILL, für den kann es ein äußerst böses erwachen geben.

    noch einen lieben gruß

  4. Helmut

    Wir liegen zumindest nicht weit auseinander. Und i c h weiß sowieso nicht, was so alles aus mir heraussprudelt 🙂

    Danke, liebe lintschi! Und noch weitere schöne Festtage

  5. Syntaxia

    Es ist schön, wenn man in der Natur steht und dieses Spiel von Licht und Schatten über eine größere Fläche beobachtenn kann.
    Im Bild kann vieles zusammenrücken. Ich schaue aus dem Fenster in die Ferne und sehe zum Greifen nah die Vogesen, die 60km entfernt sind. Dort sehe ich ebenso einmal mehr und weniger durch das Lichtspiel mit Sonne und Wolken.

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

  6. Quer

    Friedensbotschaften sind immer noch und immer wieder neu der Sinn von Weihnachten und dem Wechsel der Jahre. – Und das mit und nicht gegen die Natur.
    Ach, möge das Verkünden und Wünschen nicht nur verhallen!
    Lieben Gruss zuwischen die Jahre,
    Brigitte

  7. Helmut

    Liebe Syntaxia,

    Schön, wie Du das auf den Punkt bringen kannst: Ja, das gesamte Bild ist es jeweils, das den Blick fürs Ganze öffnet. Und mit dem Blick übers ganze Rheintal hast Du ja eine viel grandiosere Sicht!

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Helmut

  8. Helmut

    Ja, liebe Brigitte: mit und nicht gegen die Natur! Sie ist so vielfältig und so wunderbar lebendig, wenn sie nicht zerstört wird. Und Friedensbotschaften können niemals gegen die Natur erreicht werden.

    Liebe Grüße
    Helmut

  9. gabriele pflug

    wunderschön, wie du hier den blick in die weite lenkst!
    alles liebe und gute für 2021 wünscht dir
    gabriele

  10. Helmut

    Ja, die Konjunktion von Saturn und Jupiter, die das Zeitalter des Wassermanns einläutete, fand immerhin am 21. Dezember 2020 statt und hat mir neuen Schwung verliehen. Lass dieses neue Zeitalter mit blühen!

    Liebe Grüße
    Helmut

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