Lyrisches von Helmut Maier

Gegen das N-Wort

Die Frankfurter Rundschau vom 16.2.21 berichtet auf der Seite D4, dass Kassel bundesweit als vierte Kommune neben Heidelberg, Köln und Bocholt das Wort „Neger“ offiziell als rassistisch sieht und es nicht mehr verwenden wird.


Am 1. Februar hatte die Initiative „Side by Side“ gemeinsam mit dem Ausländerbeirat diesen Antrag bei der Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Darin heißt es unter anderem, „dass das N-Wort von vielen schwarzen Menschen und People of Colour (PoC) mit Leid, Diskriminierung, Gewalt, Ungleichheit und Entmenschlichung verbunden sei.“

4 Kommentare

  1. Anna-Lena

    So manche für unsere Begriffe Selbstverständlichkeiten kommen nur schwer in Gang, werden fixiert und bei der nächsten Gelegenheit werden sie leider wieder von vielen außer Kraft gesetzt.
    Wenn die innere Haltung nicht da ist, nutzen alle Festlegungen doch nichts.
    Aber das ist die Geschichte, aus der wir alle scheinbar nur schwer lernen.

    Einen lieben Gruß dir,
    Anna-Lena

  2. Helmut

    Liebe Anna-Lena,

    Deinen ersten Satz verstehe ich leider (noch) gar nicht, kann also schwer oder nicht darauf antworten. Den zweiten Satz verstehe ich so: nämlich dass Du meinst, wenn die innere Haltung nicht zu der Beschränkung auf „Schwarzer“ passt, könne man so lange, wie man will, diesen Begriff festlegen. Das hülfe alles nicht. Da wäre ich anderer Meinung: Wenn etwas „offiziell“ festgelegt wird, kann sich doch die Meinung bei vielen ändern, die seither nicht darüber nachgedacht haben.

    Liebe Grüße
    Helmut

  3. Anna-Lena

    „…das Wort „Neger“ offiziell als rassistisch sieht und es nicht mehr verwenden wird…“
    Diese Erkenntnis ist doch nicht neu, denken wir an ewige Diskussionen um Begriffe wie Negerküsse, Sarotti-Mohr, oder in diesem Jahr die Diskussion über den ‚Schwarzen‘ der Heiligen Drei Könige.
    Ich weiß nicht, ob eine offizielle Festlegung die Menschen zum Nachdenken bringt, einige sicherlich, auch mit nachhaltigem Erfolg, aber das Gros unserer Gesellschaft weiß und beherzigt es oder ist beratungsresistent.

    Ich hoffe eher auf deine Einschätzung.
    Habe ich mich jetzt verständlicher ausgedrückt? Sonst werde ich die Wortknotereien noch mal aufdröseln … 🙂 .

    Liebe Grüße dir 🙂 !

  4. Helmut

    Ja, versteht man das beim ersten Mal schon? (oder beim zweiten Mal, dritten Mal …?) Ich glaube nicht. Ob die Leute wirklich „beratungsresistent“ sind, glaube ich auch nicht, liebe Anna-Lena. Ich sag’s halt dann noch mal.

    Danke sehr für Deine Antwort
    und verbleibe freundlich
    Helmut

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