Lyrisches von Helmut Maier

Zwischen Regen und Schnee

Zwischen Regen und Schnee,
zwischen Verzweiflung und Zuflucht,
zwischen Weh und Wehe!

Ich muss mich entscheiden:
Will ich dem Schlechten zu Leibe rücken
oder will ich mit dem Guten,
einfach dem Guten
meinen Stempel aufdrücken,
meinen nicht mehr harten Stempel,
sondern den weichen Zuspruch
angedeihen lassen?

Wehe will ich dem Bösen
nicht mehr sagen.
Weh will ich ertragen lernen.
Nein, ich will nicht Verzweiflung
nähren,
sondern die Zuversicht:

zwischen Regen und Schnee
will ich das Blaue sehen,
will an die Zukunft denken,
will dieses Jahr mitgestalten:

So soll es sein,
so will ich es haben,
ob Regen, ob Schnee, ob Sonne,
das Blaue der Zukunft
soll mich auffangen.

10 Kommentare

  1. Edith Hornauer

    Lieber Helmut, das ist ein wunderbares Gedicht. Es drück deutlich das Nichtwollen und Wollen auch von mir aus. Ja, ich unterstreiche jedes Wort von dir!

    Herzlich, Edith

  2. Monika-Maria Ehliah

    Helmut, schöne, edle Worte.
    Ich finde sie gut und wirksam.
    Doch ganz ohne Widerstand will ich nicht alles hinnehmen!
    ***
    Zu dieser Thematik, begleiten mich zwei Zitate auf meinem Weg.
    „Wir sind nicht nur für das verantwortlich was ewir tun,
    sondern auch dafür, war wir nicht tun!“
    ***
    „Wo Unrecht zu Rcht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“
    ***
    Dem werde und will ich treu bleiben.
    Lieben Abendgruß!
    M.M.

  3. Helmut

    Liebe Edith,

    ich danke dir sehr für deine Zustimmung, sogar zu jedem Wort!

    Liebe Grüße
    Helmut

  4. Helmut

    Liebe Monika-Maria,

    Den Widerstand schließe ich nicht aus. Nur, wenn er zu hart herkommt, ist er schlecht! Er muss gewaltfrei bleiben!

    Liebe Grüße
    Helmut

  5. Quer

    In diesem Zwiespalt leben wir leider alle.
    Und nur Hoffen ist oft zu wenig. Vielleicht im Kleinen anfangen, versuchen etwas zu ändern, immer wieder anfangen, mitgestalten (wie du so schön sagst) und die Hoffnung nicht verlieren.
    Ein bisschen blauer Himmel steht uns immer wieder zu…
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  6. Helmut

    Liebe Brigitte,

    du hast ja sehr Recht! Lernen mit Hoffen im Zwiespalt leben lernen!

    Liebe Grüße
    Helmut

  7. Syntaxia

    Deine Zeilen sagen mir:
    Das Leben besteht aus der Dualität in allen Bereichen.
    Es ist wohl die Lebenskunst, sich zwischen den Polen zu bewegen.

    Möge es dir in diesem Jahr gelingen und dich zufrieden stimmen!
    Liebe Grüße,
    Syntaxia

  8. Helmut

    Liebe Syntaxia,

    Ich denke, ich möchte tatsächlich zwischen den Polen leben – aber eher ein wenig beim Guten als beim Ungewohnten. Aber auf jeden Fall Dank für den Wunsch, mich dabei wohl zu fühlen.

    Liebe Grüße
    Helmut

  9. Gabriele Pflug

    Das ist ein ganz besonderes Gedicht!
    Liebe Grüße
    Gabriele

  10. Helmut

    Vielen, vielen Dank, liebe Gabriele! Ich freue mich sehr!

    Ganz liebe Grüße
    Helmut

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