Lyrisches von Helmut Maier

Herbstliches

Gestern war der Himmel
oft noch ganz blau,
es war ganz schönes,
fast sommerliches Wetter
dann wieder war der Himmel
von Wölkchen bedeckt,
ein Potpourrie von allem,
als wollte sich das Wetter
noch einmal in der Vielfalt zeigen,
dann gab es kurze Zeit
eine dicke, schwarze Wolke,
und sie verschwand wieder
und am späteren Abend
regnete es plötzlich
wie aus Kübeln.

Und heute
grau, überall grau,
ist es der wirkliche Herbst?
Kein Sonnenaufgang,
kaum Farben in der Natur.
Kein bisschen Blau mehr am Himmel,
als hätte es das Gestern
gar nicht gegeben.

Und morgen?
ich kann mir
nicht mehr sicher sein.
Morgen?
Morgen?
Ist da noch einmal Sommer?
Oder schon Winter?
Und gibt es den Herbst
überhaupt nicht mehr

außer heute wirklich?


2 Kommentare

  1. Edith

    Man kann sich nie sicher sein. Denke ich an meinen Opa, der ja Bauer war, da stimmte oft sogar die Stunde…
    Doch wir leben stets hoffnungsfroh, der Herbst steckt ja noch im Beginn…
    Herzlichst Edith

  2. Helmut

    Ach, dieser Herbst:
    die letzte große Ernte von Äpfeln
    – vor dem kalten Ende des Atomschlags?
    Nein, ich will noch leben
    – und mit mir
    (und länger:)
    ganz viele Menschen.
    Trotz Putin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

© 2022 Maier-Lyrik

Theme von Anders NorénHoch ↑