Tragfläche
Im Trudel trübster Wirrnis
trägt uns doch
die Kenntnis bess’rer Zeiten,
in die wir unsre Füße
selber stellten oder
die Mütter sich
unter dem Höhlen-Vordach
an das Feuer setzten oder
die wir uns malen
in das baldige Erstehen
der reservierten Ecke
eines Paradieses.
4 Kommentare »
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August 1st, 2007 @ 11:37
Ein starkes Gedicht und der Titel “Tragfläche” gefällt mir in diesem Zusammenhang besonders. Er bildet eine gute Klammer.
LG
Petros
August 1st, 2007 @ 11:59
Danke, Petros, und vor allem für die Erlaubnis, Deine Metapher von der “Kenntnis bess’rer Zeiten” verwenden zu dürfen. Außerdem hat wahrscheinlich - vor allem beim Titel - die “Weite” mitgespielt, die Du mir einmal zugesprochen hast.
Ganz liebe Grüße
Helmut
August 2nd, 2007 @ 7:41
Was für eine bestechende Idee: die “reservierte Ecke eines Paradieses”! Und letzteres erst noch in der Mehrzahl - wahrscheinlich für jede Vorstellung eines - was könnte uns mehr “Tragfläche” bieten im “Trudel” unserer Zeit…
Brigitte
August 2nd, 2007 @ 13:53
Ja, Brigitte, ich finde das auch bestechend tröstlich. Aber laut dem Spiegel-Artikel und den neuesten Hirnforschungs-Ergebnissen muss es da ja wirklich so was geben.
Lieben Gruß
Helmut