Tragfläche

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 1. August 2007 @ 11:24

Im Trudel trübster Wirrnis
trägt uns doch
die Kenntnis bess’rer Zeiten,
in die wir unsre Füße
selber stellten oder
die Mütter sich
unter dem Höhlen-Vordach
an das Feuer setzten oder
die wir uns malen
in das baldige Erstehen
der reservierten Ecke
eines Paradieses.

4 Kommentare »

  1. petros:

    Ein starkes Gedicht und der Titel “Tragfläche” gefällt mir in diesem Zusammenhang besonders. Er bildet eine gute Klammer.

    LG
    Petros

  2. Helmut Maier:

    Danke, Petros, und vor allem für die Erlaubnis, Deine Metapher von der “Kenntnis bess’rer Zeiten” verwenden zu dürfen. Außerdem hat wahrscheinlich - vor allem beim Titel - die “Weite” mitgespielt, die Du mir einmal zugesprochen hast.
    Ganz liebe Grüße
    Helmut

  3. Quersatzein:

    Was für eine bestechende Idee: die “reservierte Ecke eines Paradieses”! Und letzteres erst noch in der Mehrzahl - wahrscheinlich für jede Vorstellung eines - was könnte uns mehr “Tragfläche” bieten im “Trudel” unserer Zeit…

    Brigitte

  4. Helmut:

    Ja, Brigitte, ich finde das auch bestechend tröstlich. Aber laut dem Spiegel-Artikel und den neuesten Hirnforschungs-Ergebnissen muss es da ja wirklich so was geben.

    Lieben Gruß
    Helmut

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