Elizabeth Alexander meint:
«Ein Gedicht kann uns eine Atempause geben, einen anderen Blick auf die Welt. Und das ist manchmal sehr nützlich, um Probleme anzugehen.»
Ich finde, das ist ein wichtiges Kriterium für Lyrik!
(Und wer ist Elizabeth Alexander? Das erfährt man hier: Netzeitung)
7 Kommentare »
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Januar 16th, 2009 @ 0:24
…über ihre Gedichte bzw. Werke kann ich nicht reden - ich kenne sie nicht,
aber ich bin skeptisch dem „Hof- und bestellten Dichter“ gegenüber…
«Dass der künftige US-Präsident sich für ein Gedicht entschieden hat,
ist eine wunderbare Bestätigung für die Macht der Sprache», sagte sie
und wir wissen alle: Die Worte sind mächtig, deswegen werden sie immer
wieder missbraucht…
der Skeptiker
@miro
Januar 16th, 2009 @ 7:21
Das ist ein schöner, klug formulierter Gedanke von Elizabeth Alexander, der einen wesentlichen Aspekt der Dichtung hervorhebt. Jedenfalls freue ich mich sehr, dass diese Schriftstellerin (die ich bisher auch nicht kannte) mit einer solchen Aufgabe betraut wurde. Ich denke, dass sie tatsächlich “einen anderen Blick auf die Welt” wirft und dass die Sprache - und insbesondere die Lyrik - dadurch an Interesse, Bedeutung und Strahlkraft gewinnen wird.
Mit liebem Gruss
Brigitte
Januar 16th, 2009 @ 10:25
Die vor kurzem verstorbene dänische Lyrikerin Inger Christensen meint: “Wenn man Romane liest, lebt man sich in eine große Welt hinein. Bei Gedichten führt man ein Gespräch mit sich selbst.”
Liebe Grüße
Januar 16th, 2009 @ 11:15
Nachtrag: Hier noch eines der wunderbaren Gedichte von Elizabeth Alexander:
Ars Poetica #100: I Believe
Poetry, I tell my students,
is idiosyncratic. Poetry
is where we are ourselves,
(though Sterling Brown said
“Every ‘I’ is a dramatic ‘I’”)
digging in the clam flats
for the shell that snaps,
emptying the proverbial pocketbook.
Poetry is what you find
in the dirt in the corner,
overhear on the bus, God
in the details, the only way
to get from here to there.
Poetry (and now my voice is rising)
is not all love, love, love,
and I’m sorry the dog died.
Poetry (here I hear myself loudest)
is the human voice,
and are we not of interest to each other?
Januar 16th, 2009 @ 13:49
Ich danke Euch allen sehr, Miro, Brigitte und Paul, für Eure Freude oder Skepsis oder Beitragung zu meiner zusätzlichen Freude.
Liebe Grüße
Helmut
(being glad to be confirmed in my conviction that it’s God - or whoever you will call - that is “in the details”)
Wir werden auf die Details hören, denke ich, und sie selber beim Dichten beachten.
Januar 18th, 2009 @ 15:20
Hallo Helmut,
nicht zu verwechseln und dennoch meine erste Assoziation:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Alexander
Diese Dame kommt aus Deutschland und ist wenige Kilometer von meiner Heimat am Rhein geboren und ihre Lyrik ist mehr als bemerkenswert.
Und Worte waren schon immer Beiträge zu Glück und Unglück … bleibt zu wünschen, dass Frau Alexander wirksame gute Spuren hinterlässt.
Beste Grüsse von
Hermann Josef
Januar 18th, 2009 @ 16:52
Danke für den Hinweis und den Tipp, lieber Hermann Josef.
Liebe Grüße
Helmut