Hoffnungslos

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 1. Februar 2009 @ 11:18

Hoffnungslos
ist das Schwelgen
im Jammern.
Mund und Nase
leiten das Wasser
des Ertrinkens
dir in die Lungen

gegenwehrlos.

-

Kommentargedicht von Paul Spinger :

Ach wie schön ist ´s melancholisch
Vor dem Kerzenschein zu sitzen,
Während andre diabolisch
In der guten Laune schwitzen.

-

Kommentargedicht von Petros :

Ich schreib so gern Satire.
Das ist, weil ich mich ziere.
Und in verzerrten Bildern
Lässt sich so manches schildern.
Ganz ohne ein Betroffen
Mit und mit ohne Hoffen.

13 Kommentare »

  1. syntaxia:

    Solch bedrückende Zeilen - von dir Helmut?!..

    Gelungen!

    ..grüßt dich Monika

  2. Helmut:

    Satire. Alles Satire!

    (Heute ist ja Imbolc)
    Liebe Grüße
    Helmut

  3. quersatzein:

    Satire? - Als Kind bin ich mal fast ertrunken.
    Mit Schwelgen hatte das leider gar nichts zu tun!

    Trotzdem liebe Grüsse
    Brigitte

  4. Helmut:

    Ich sehe das Ertrinken bildlich als die Gefahr des Versinkens im Jammer, von dem man nicht genug zu kriegen meint.

    Danke für Deinen Kommentar und liebe Grüße, Brigitte.
    Helmut

  5. Paul Spinger:

    Zustimmend:

    Ach wie schön ist ´s melancholisch
    Vor dem Kerzenschein zu sitzen,
    Während andre diabolisch
    In der guten Laune schwitzen.

  6. Helmut:

    Zustimmende Gegensatire? ;-)

    Jedenfalls vielen Dank für das hübsche Kommentargedicht, lieber Paul,

    und liebe Grüße
    Helmut

  7. manacur:

    Leute, die auf Rosen gebettet sind, verraten sich dadurch, dass sie immerzu über die Dornen jammern.
    [Françoise Sagan]
    Scheint nicht nur eine ‘typisch deutsche’ Eigenschaft zu sein.
    LG
    Curt

  8. Helmut:

    Danke, lieber Curt, für die Ergänzung aus dem befreundeten Ausland. Aber ob die Franzosen im Jammern schwelgen?

    Jedenfalls ganz liebe Grüße
    Helmut

  9. giocanda:

    na, ja, hin und wieder ein bisschen ertrinken, ersticken im Jammer - das kennt jeder.

    Liebe Grüße in den Montag
    sendet Barbara

  10. Helmut:

    OK, Barbara, solange es sich nicht so anfühlt wie offenbar bei Brigittes Fast-Ertrinken in ihrer Kindheit!

    Liebe Grüße
    Helmut

  11. Petros:

    ;-)

    Ich schreib so gern Satire.
    Das ist, weil ich mich ziere.
    Und in verzerrten Bildern
    Lässt sich so manches schildern.
    Ganz ohne ein Betroffen
    Mit und mit ohne Hoffen.

    Gruß
    Petros

  12. Ich schreib so gern…: Unwort 2009, Lyrik, Gedichte, Poesie, Aphorismen, Haiku, Tanka, Senryu,:

    [...] Angeregt durch das Gedicht “Hoffnungslos” von Helmut Maier und einer sich daran hochrankenden Diskussion. Gereimtes Subscribe to RSS feed [...]

  13. Helmut:

    Lieber Petros, Dein Kommentargedicht ist einfach klasse.
    Satire geht aber nicht ans Herz, wenn sie ohne Betroffenheit auskommen will, meine ich. Ich hoffe, dass meine Satire Deinem satirischen Bild von der Satire nicht oder wenigstens nicht ganz entspricht.

    Liebe Grüße
    Helmut

    P.S.: Vielen Dank für Deinen Link hierher!

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