In Feierlaune am 3. Oktober 2009

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — 3. Oktober 2009 @ 9:16

Verteilungskämpfe spitzen sich zu.
Die Kluft zwischen Arm und Reich
Wird deutlich größer.
Arbeitsplätze durch Heuern und Feuern.
Atomkraftwerke produzieren
Fleißig Plutonium
Für Jahrtausende
Im Grundwasser der Nation.
Die Prognosen
Waren schon bekannt
vor der Wahl.

Auch beim Wählen?

8 Kommentare »

  1. petros:

    Das Hemd sitzt näher als die Hose.
    Gruß
    Petros

  2. Helmut:

    Aber wer will denn eigentlich ohne Hose rumlaufen?
    Das haben manche (Manche? Viele!) Wähler vergessen.

    Liebe Grüße zu Dir, Petros
    Helmut

  3. kathrin:

    wahlen - im grunde immer die wahl zwischen dem größeren und dem noch größeren übel.
    jemand, dem wirklich nicht die eigene macht, sondern das wohlergehen des volkes, der gesamtheit am herzen liegt - ich weiß nicht, ob es den in der politikgesellschaft überhaupt gibt.

    lg,
    kathrin

  4. Helmut:

    Danke für Deinen Besuch, Kathrin.
    Danke auch für die Zuspitzung:”die Wahl zwischen dem größeren und dem noch größeren Übel”, die ja aber doch nichts anderes besagt als ‘die Wahl zwischen dem größeren und dem kleineren Übel’, was ja auch schon ein Aufseufzen bedeutet.
    Das bezieht sich wohl nicht nur auf die Persönlichkeiten, sondern mindestens auch auf die Zwänge, denen die Politiker unterliegen - und die Verblendungen.
    Ich gebe zu: Warum sollte das (mit den Verblendungen) nicht auch die Wähler und Wählerinnen betreffen? *auch aufseufz*

    Liebe Grüße
    Helmut

  5. Traveller:

    Ich sehe es ähnlich wie Kathrin, was aber kein Grund ist, nicht wählen zu gehen (wie viele der Nicht-wähler ihr Verhalten begründen wollen).

    In nachbarschaftlichen Diskussionen haben vor allem wir Frauen uns schon oft aufgeregt über Politiker und ihr Verhalten. Und haben gesagt: eigentlich müssten wir selber in die Politik gehen, wenn wir eine Änderung wollen.
    Und bekamen die Antwort: Bis man an die Position kommt, an der man etwas verändern kann - wenn man überhaupt so weit kommt -, dann ist man meistens genau so geworden wie die, die jetzt dort stehen.

    Sind wir wirklich alle so korrumpierbar?
    Darüber denke ich immer wieder nach.

    Lieben Gruß
    Uta

  6. Helmut:

    Für mich stellt sich eher die Frage: Sind so viele verblendet?

    Danke auf jeden Fall für Deinen engagierten Kommentar, liebe Uta.

    Herzliche Grüße
    Helmut

  7. bonanzamargot:

    es gingen bereits einige wahlen ins land, wo die politiker die seit jahrzehnten bekannten problematiken kennen, und doch ein echtes handeln vermissen lassen.
    das ganze erinnert mich an meine schulzeit, wo ich mich halt so durchmogelte. unsere politiker sind aber noch viel geschickter. und moralisch wollen sie auch noch sein, und verantwortungsbewußt, und fleißig erscheinen. mein gott, ich mache ab sofort gar nichts mehr und erzähle überall rum, was für ein toller kerl ich bin … mit ehrlichkeit gewinnt man in unserer gesellschaft keinen blumentopf - man wird noch ausgelacht und für blöd gehalten.

    nett verpackte einsicht in deinem gedicht.

    gruß
    bon.

  8. Helmut:

    Vielen Dank, bon.
    Manches muss einfach verpackt werden, damit es Aufmerksamkeit erregt.
    Manches wird auch zu gut verpackt - als Alibi fürs Mogeln: siehe die gewählten PolitikerInnen.

    Liebe Grüße
    Helmut

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