Neuorientierung
Habe nun, ach! Marx in Regie,
Kautsky und leider auch Bernstein studiert
mit heißem Bemühn – wie noch nie,
habe Pädagogik gelernt und auch praktiziert,
bin Sozialdemokrat geworden,
nicht lange sinniert …
Da steh ich nun am Schelzentor
und bin so klug als wie zuvor;
der Wolfgang, der kommt hier ganz selten nur her,
höchstens Eis essen ist hier sein Begehr.
Den Tiefbahnhofkritikern begegnet er nicht,
da ist Fahnenflucht für mich ganz einfach Pflicht.
Doch folg ich nun grünen oder tiefroten Wimpeln?
Auf jeden Fall nicht sofort solchen Simpeln,
die immer wissen, was and‘re so müssen denken,
wie’s anders nicht geht,
sich völlig dem Dogma, dem klaren herschenken,
nicht dulden, dass jemand so einfach aufsteht …
Wie mir’s geht?
Nun, es geht.
6 Kommentare »
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Dezember 19th, 2010 @ 15:15
O sprich mir nicht von jener bunten Menge,
Bei deren Anblick uns der Geist entflieht.
Verhülle mir das wogende Gedränge,
Das wider Willen uns zum Strudel zieht.
[Goethe: Faust. Eine Tragödie. I. Teil - Vorspiel auf dem Theater]
LG
Dezember 19th, 2010 @ 15:50
Gute Ergänzung! Danke!
Liebe Grüße
Helmut
Dezember 19th, 2010 @ 17:37
Es ist bestimmt schwer, auf dem geraden Weg ins befürchtete Verderben noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen…
Ich hoffe, dir bleibt genügend Energie für die optimale Orientierung, Helmut.
Gruss, Brigitte
Dezember 19th, 2010 @ 17:40
Da bin ich inzwischen recht zuversichtlich, liebe Brigitte. Das bedeutet nach dem Austritt aus der SPD auf längere Zeit: keine vorschnelle Festlegung!
Liebe Grüße
Helmut
Dezember 20th, 2010 @ 19:46
Faust ist und bleibt aktuell
lieben Gruß
Uta
Dezember 21st, 2010 @ 12:27
Wer immer strebend sich bemüht …
Liebe Grüße, Uta
Helmut