Weben

Gespeichert unter: Allgemein, Neue Maier-Lyrik — 3. September 2011 @ 12:28

Weben wir Tücher
der Zuversicht zugewandt
hineinzugehen in die Zelte
der Stetigkeit
Erfrischung zu suchen
vor dem Weiterziehen
ins Ungewisse aber
doch Kennbare

Kommentargedicht zu Barbaras ( http://ahora-giocanda.blogspot.com/ )”Der Stoff, aus dem viele Träume sind” ( http://ahora-giocanda.blogspot.com/2011/09/der-stoff-aus-dem-viele-traume-sind.html )

Isabella ( http://veredita.blogspot.com/ ) hat dazu wiederum ein sehr lyrisches Kommentargedicht geschrieben, das auf ihrem Blog hier zu finden ist ( http://veredita.blogspot.com/2011/09/webt-das-licht.html ):

webt das licht

kette und schuss
hoffnung und halt
emsig das wortschiffchen
fliegt – vor und
manchmal zurück

bleiben soll
das gewebe stark
geschmeidig und zart

wärme und schutz gegen
nordwinde aus kalten
herzen trotzend
tinten getränkt

die knoten der losen
enden verbunden

webt das licht!

Brunis Kommentargedicht zu dem von Barbara findet sich hier: http://ahora-giocanda.blogspot.com/2011/09/der-stoff-aus-dem-viele-traume-sind.html#comments.

16 Kommentare »

  1. rosadora:

    ja, lass uns weben, lieber helmut.
    das ist bei der hitze die einzige tätigkeit, die ich mir vorstellen kann…
    und eine erfrischung täte gut.
    rosadora

  2. Moni:

    Dein Kommentargedicht ist so viel positiver als “Der Stoff, aus dem viele Träume sind”.
    Ich mag den Gedankengang darin sehr… Also: erfrischen wir uns in den “Zelten der Stetigkeit vor dem Weiterziehen…”

    Einen schönen Abend und einen guten Sonntag!
    Moni

  3. manacur:

    …ist so viel positiver… Moni ?
    Den ‘gut Gekleideten’ nicht erfasst?

    Er bedarf nicht der Tücher des Bedauerns.
    Still geht er vorüber.
    Er weiß, wer ‘er ist’

    LG

  4. Moni:

    Ich habe mich auf die Webenden bezogen, die “sitzen an selber
    gebauten Webstühlen ‘Tücher des Bedauerns’ webend. Jedem, der vorübergeht, das schlechte Tuch beflissen und lautstark angepriesen”… und hoffe, dass ich auch nicht darauf hereingefallen wäre.
    Denn ich finde das Weben von Tüchern der Zuversicht (wie auch immer) positiver.
    Danke für Deine Frage.

    Gruß in den Sonntag
    Moni

  5. bea:

    ja am Zelt der Stetigkeit webe ich ständig, aber der Faden neigt dazu, zu reißen.!

    sehr schöner Text, Helmut!

    ein gruß

    von

    bea

  6. Helmut:

    Ich danke Euch allen herzlich für Eure Kommentare, die so Unterschiedliches beleuchten.

    Liebe Grüße
    Helmut

  7. Traveller:

    Weben - eine uralte Tätigkeit
    Zelte der Zuversicht - ich sehe Schutz in der Wüste
    Schutz vor Hitze und Kälte, Gastfreundschaft
    ein sehr positives Bild entsteht - ich mag es sehr

    lieben Gruß
    Uta

  8. Helmut:

    Dass Du Dich so wunderbar eingefühlt hast in den Text und das entstandene Bild magst, freut mich sehr, liebe Uta.

    Herzliche Grüße
    Helmut

  9. veredit:

    es ist so sehr meine Sicht auf die Welt, dein wundervolles Gedicht, denn genau darin sehe ich auch unsere “Aufgabe” - dein Text ist selbst ein Erfrischung für meine Seele - ich danke dir von Herzen dafür.

    lieber Gruß
    isabella

  10. veredit:

    es hat mich doch sehr angeregt … hier meine antwort lieber freund ..

    webt das licht

    kette und schuss
    hoffnung und halt
    emsig das wortschiffchen
    fliegt – vor und
    manchmal zurück

    bleiben soll
    das gewebe stark
    geschmeidig und zart

    wärme und schutz gegen
    nordwinde aus kalten
    herzen trotzend
    tinten getränkt

    die knoten der losen
    enden verbunden

    webt das licht!

    veredit©2011

    (werde es auch noch in meinem blog posten, muss nur erst ein bild erarbeiten!

  11. Anna-Lena:

    Großartig, lieber Helmut.
    Wenn uns die Spinnen zur Hilfe eilen, bekommen unsere Tücher besonderen Festigkeit.

    Ich wünsche dir immer ein reißfestes Tuch im Handgepäck.
    Mit liebem Gruß
    Anna-Lena

  12. bruni kantz:

    Ja, da trafen wir uns, bei Barbara und diesem schönen Gedicht von Dir. Es regte mich dazu an, auch eines bei ihr dazu einzustellen und jetzt muß ich doch mal sehen, ob es immer noch da ist. *lach* Einen lieben Gruß von Bruni

  13. Helmut:

    Liebe Isabella,

    Da hast Du mich überreich beschenkt! Mir blieb anfangs die Spucke weg. Ich freue mich natürlich, dass mein Textlein so positive Saiten bei Dir angeschlagen hat. Und dann noch Dein Gedicht dazu, das ich - wie ich annehme - als “Gastlyrik” meinem Gedicht dazustellen darf.

    Ganz liebe Grüße
    Helmut

  14. Helmut:

    Liebe Bruni. Ja, da entsteht ein richtiges Geranke: Ich habe auf Deinen Kommentar bei Barbara verlinkt. Danke für Dein Mitmachen.

    Herzlichen Gruß
    Helmut

  15. ahora:

    Ich bin immer wieder erfreut über die lebendige Art des Blogens, die uns alle miteinander verbindet und jedes Gedicht für sich ist eine Blume in einem bunten Strauss.
    Lieber Helmut, danke für die Verlinkung.

    Liebe Grüße
    Barbara

  16. Helmut:

    Gerne geschehen, liebe Barbara. Das ist wirklich eine fantastische Möglichkeit des Bloggens.

    Liebe Grüße zurück
    Helmut

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