Lyrisches von Helmut Maier

Monat: März 2014 (Seite 1 von 2)

Jubiläum

Am kommenden Dienstag, den 1. April (kein Aprilscherz!) gibt es in Esslingen am Neckar
seit 120 Jahren EIN ARBEITSAMT – DAS ERSTE IN DEUTSCHLAND überhaupt.

Der Gewerbeverein Esslingen hatte den Gemeinderat von der Notwendigkeit einer solchen Einrichtung überzeugen können.

Verwunderung

Woher wohl dieser anscheinend unbeirrbare Glaube an die Kraft militärischer Anstrengungen kommt. Er wird um so Vieles stärker, je mehr unser Wille und unsere Kraft zur Verständigung nachlässt, je mehr also unsere Selbstsucht wächst. Ein gesundes Selbstbewusstsein würde das Gegenteil bewirken.

Wie ist Putin zu behandeln?

Lieber Thomas Spahn, die Analyse ist auf den ersten Blick faszinierend. Aber dann komme ich doch dahinter, dass das nur eine Projektion des neoliberalen Denkens auf das – wie ich sagte: faszinierende – Bild der Straßengangs ist. Gewiss gab und gibt es solche Tendenzen in Russland – auch bei Putin; aber deswegen ‚handeln wie ein Boss einer Straßengang‘? Das ist für einen Vertreter eines wirklich demokratischen Staates nicht nur unwürdig, nein, es ist tödlich. Der Verrat an demokratischen Werten darf nicht einmal dann erwogen werden, wenn es vordergründig als günstig erscheint: Handeln wie der Boss einer Straßengang isoliert in einer Welt, die auf dem Weg zu wahrer Demokratie ist. Dessen könnte sich s o g a r Putin bewusst sein; „westliche“ Politiker m ü s s e n es. Ich glaube fest daran, dass das der einzige Ausweg aus der gegenwärtigen Krise hin zu einer weltweiten Wertegemeinschaft ist, die mit der Gründung der Vereinten Nationen beschritten worden ist.

So weit mein Kommentar zu https://hiram7.wordpress.com/…/23/putin-mensch-und-macht/

Die weitere Diskussion ist leider nur auf Facebook mitzuverfolgen: https://www.facebook.com/wieser.bernhard/posts/4032190019720?comment_id=3143932&offset=0&total_comments=5&notif_t=share_reply

WELTTAG DER LYRIK anstatt Welttag der Poesie

Ich proklamiere für heute den WELTTAG DER LYRIK
anstatt des Welttags der Poesie. LYRIK kann viel besser
als Poesie den Leuten die Leviten lesen. Sie ist was anderes,
als was in ein Poesie-Album geschrieben wird.

Die reale Welt und die (bei den antiken Kelten geglaubte) Anderswelt lassen sich meiner Erfahrung nach mit Lyrik in Beziehung bringen und dadurch neue Welten erschaffen. Dies ist die Grundstimmung, aus der heraus meine Lyrik entsteht. Ich verstehe sogar Lyrik überhaupt so, dass sie nicht die reale Welt, auch nicht reale Gefühle, Stimmungen usw. einfach abbildet, ohne dass Beziehungen zu anderen Welten mitspielen. Damit hat Lyrik die Funktion, Alternativen aufzuweisen und (nach-)empfinden zu lassen und zu einer besseren Welt beizutragen. Und das hat die Welt zur Zeit wieder einmal besonders nötig.

Siehe: https://www.maierlyrik.de/blog/theorie-der-lyrik/

Jetzt und dann

Eintauchen ins Tal.
Blick in die Zukunft
auf dem windumtosten Schurwald.

Hier blüht er schon voll,
der Forsythien-Strauch.
Noch ein wenig Zeit
lässt er sich dort.

Die Wonne aber
genieß‘ ich schon jetzt.
Und morgen
regnet es sowieso.
Einerlei ist dann alles.

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