Lyrisches von Helmut Maier

Autor: Helmut (Seite 1 von 275)

Die reale Welt und die (bei den antiken Kelten geglaubte) Anderswelt lassen sich meiner Erfahrung nach mit Lyrik in Beziehung bringen und dadurch neue Welten erschaffen. Dies ist die Grundstimmung, aus der heraus meine Lyrik entsteht. Gerne möchte ich viele Menschen mit meiner Lyrik und verwandten Erfahrungen und dem Austausch über sie, also an diesen Erfahrungen teilhaben lassen. Daher dieses Blog.

Dünen, die abschirmen

Dünen gleich hinter dem Haus
mit Aussicht auf weitere Dünen.
Und hinter der zweiten Dünenreihe
das Meer – mit vorgelagertem Sand.

Und Flut und Ebbe wechseln beständig.
So wie das Leben: mal oben, mal unten.
Und niemand weiß wirklich,
was besser ist für uns Menschen.

Außer was die Politik vermag
sich zu leisten.

„Seht zu, ob den Rest ihr retten könnt“

Als das Theodor Fontane 1859 schrieb,
dachte er natürlich nicht
an das Desaster Amerikas
und seiner Untergebenen
in Afghanistan 2021: noch nicht:

„Die hören sollen,
die hören nicht mehr.
Vernichtet ist das ganze Heer.
Mit dreizehntausend der Zug begann.
Einer kam heim aus Afghanistan.“

Doch „der Freitag“ vom 19. August 2021
schreibt über die „westlichen“ Eroberer:
„Sie beschwören die Menschenrechte
und verüben Verbrechen
gegen die Menschlichkeit.“
Ist das nicht schlimmer?

Hört heute man endlich
„auf Fontanes britischen Reitersmann“:
„Bringe Botschaft aus Afghanistan“?

Afghanistan*

Afghanistan, Afghanistan,
Wie wird das enden? Kommt neuer Schwung
in Talibans Herz und Sinn? Und den Verstand?

Und erst bei unseren Soldaten!
In Mali oder sonst irgendwo?

*ein Janka

Ein Ereignis

Schwäbisch Hall. Vor der Freitreppe.
Letzte Corona-Ansagen des Sprechers.
Das Licht geht an. Ein Tusch. Große Erwartung.

Eine Taube fliegt auf die Bühne. Und sie
hüpft eine Stufe hinab und noch eine.

Und sie fliegt weg.
Das Spiel „Nathan, der Weise“ kann beginnen.

Sommer

Die wilden Bienen,
verteilt auf
dem üppigen Dost in der Sonne,
Nektar schlürfend,
wie hier und da ein Schmetterling,
sogar ein Pfauenauge!

Sommer!

Unsere Welt

In Unordnung ist die Welt.
Und wir wussten es,
dass es so kommt.
Aber wer wollte was tun
dagegen?
Klar, jede*r wollte ein bisschen tun,
jede*r die oder der
nicht ganz bescheuert ist.
Aber wirklich eine andere Welt?
Jetzt haben wir sie, die ganz andere Welt!

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