Lyrisches von Helmut Maier

Der erste Schnee am ersten Dezembertag

Vorgestern ließ der Ostwind
die Blätter an den Zweigen der Birke
fröhlich im Sonnenschein
beim blauen Himmel im Reihen tanzen.

Heute sind sie wie stumm.
Hängen an den Zweigen wie tot.
(Dabei stirbt doch jedes Blatt
seinen eigenen Tod ganz allein.)

Nein, sie leben noch,
auch wenn’s heute den Schnee gab:
Heute, bei grauem Himmel und Windstille.
Dafür tanzten heute die Schneeflocken,
und sogar heute Nachmittag
immer noch keinen Regen,
der alles als vorübergehend
an uns vorbeigleiten ließe.

Und morgen scheint wieder die Sonne?

4 Kommentare

  1. Anna-Lena

    Wir gehörten leider nicht zu den Schneeköniginnen und Schneekönigen, aber das kann ja im Laufe des Monats noch kommen.

    Liebe Grüße dir, lieber Helmut!

  2. Bruni | Wortbehagen

    Jedes Blatt stirbt seinen eigenen Tod, lieber Helmut. Wie richtig ist das doch.
    Das Wetter war bei Dir ähnlich wie hier. Heute abend ruht der Bambus und in ihm die Weihnachtslichter. Gestern schwangen sie hin und her.
    Liebe Grüße von Bruni an Dich

  3. Helmut

    Liebe Anna-Lena,

    Wenn es nicht schon zu weit ist mit der Erderwärmung, können wir ja damit rechnen!

    Liebe Grüße
    Helmut

  4. Helmut

    Liebe Bruni,

    Ganz gute Besserung wünsche ich Dir. Wenn ich Deinen Kommentar lese, scheint es ja zu werden!

    Liebe Grüße
    Helmut

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

© 2021 Maier-Lyrik

Theme von Anders NorénHoch ↑