Lyrisches von Helmut Maier

Monat: Februar 2011 (Seite 1 von 2)

Die gemeinen Spatzen

Die Spatzen.
Sie schwatzen.
Wer weiß das nicht?
Missverständnis ist Pflicht:
Sie schimpfen.
Sie zetern.
Sie proleten
und wettern.

Ach, höre doch
ihr Liebeswerben,
ihre Entwürfe
von einem Morgen
mit weniger Sorgen.

Aber wer hört das?

Kommentargedicht zu SyntaxiasIm Garten matscht die Erde

Zwei Kommentargedichte haben mich erfreut:

Hier das von Rosadora

na ich, wer sonst,
ich liebe die spatzen,
die schwatzen
und zetern und werben,
um nicht ins verderben
abzuschwirren

… und hier das von Curt :

gemeine Stadt

Die Futterpflanzen meist vernichtet
Die Dächer alle abgedichtet
Zum Nesterbauen keinen Platz
Der arme Spatz

Wunderbares Kabarett! Vorsicht: Nur für Insider!

Christine Prayon macht den Kampf gegen Stuttgart 21 erträglich. (Übrigens heute bei der Montagsdemo [18 Uhr vor dem Hbf Stuttgart] ist sie auch zu hören!!!)

Und der Rückblick ist auch unglaublich relevant:
https://www.youtube.com/watch?v=06c02tza_2E&feature=related

24.2.11: Christine Prayon bei der letzten Montagsdemonstration als Tanja Gönner: https://www.youtube.com/watch?v=R1Ao-oKuP-Y&feature=player_embedded#at=66

Wahrträume

Die spitzen Osterglockenknospen
können’s kaum erwarten
wachgeküsst zu werden
im Frühjahr.

Der schwarze Glanz des frühen
nächtlichen Himmels
weiß nichts mehr
von dem öden Grau

des Tages
und bietet sich
dem seh’nden Auge gar
als Sommernacht.

Rachel hat dazu ein schönes Kommentargedicht beigetragen und meinen Traum so wietergesponnen::

Schneeglöckchen läuten
im vollkommenen Blau des Tages
die Sonne wagt Strahlen in Gold
komm Frühling
wag es
längst hast du es gewollt

Brunis Kommentargedicht ist wunderbar zuversichtlich:

Nun kommt er rasch,
der Frühling, er spürt
unser Sehnen.

Deutlich hör ich sein Atmen,
frische Kraft durchströmt
seine Lungen.

Wie hieß doch die Melodie,
die er eben gesungen?

Es war ein lustiges Lied,
voller Farbe und Heiterkeit.

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