Lyrisches von Helmut Maier

Monat: Januar 2014 (Seite 1 von 2)

Wetterwechsel*

Ein Wolkenklecksbild am Himmel:
Zwei Hasen: rechts blickend, links schauend.
Die Sonne im Blau spendet neue Wärme.

*ein Achtundzwanziger

Monika Meise (https://webloggia.wordpress.com/) hat einen ganz wunderbaren Kommentar-Achtundzwanziger dazu geschrieben.
Den darf ich Euch keinesfalls vorenthalten:

Es ist so mild – kein Winterbild
Dennoch liegt Ostern in der Ferne
Sollten es doch Schneehasen gewesen sein?

Not wendende Notwendigkeit

Wendig dem Weh sich entwenden,
nicht dulden in allzu langer Geduld
ohne Widerspruch,
was nicht hinnehmbar ist;
aber verstehen Verständliches,
einräumen ihm voller Respekt
offene Räume, wo es sich treffen lässt
ohne Gewalt,
um zu verhandeln,
was ein Handel sein könnte
zwischen den Kontrahenten:

Wo ist noch dieser Versuch,
der Versuchung zu widerstehen
aufs selbstgemachte Recht zu pochen,
das den anderen ausschließt
und schließlich doch Feind
immer sein lässt
und Chancen vergibt,
Freundlichkeit zu erfahren,
auch wenn nicht Freunde
von vorneherein
gegenüber sich stehen?

Wo gibt es noch
das Diplom
der Diplomatie?

Gastlyrik von Jennifer Hilgert

Ich freue mich, eine Gastlyrik der Autorin Jennifer Hilgert präsentieren zu dürfen.
Sie hat mir folgendes Gedicht zur Verfügung gestellt:

Wenn etwas neu an Glanz gewinnt,
etwa ein Kindheitsschatz:
ein Diamant,
der achtlos staubig in der Ecke lag
und von niemandem mehr Beachtung fand –

Dann ist es einer dieser Tage.
Der dem Rande
der Bedeutungslosigkeit entrinnt.

Ihre ‚Seiten im Netz sind folgende:
https://www.facebook.com/dichtverkehr
und
https://de.dawanda.com/product/46888594-Ihr-persoenliches-Gedicht

Toleranz – seit jeher

Ach, wie tolerant wir doch sind:
Wir warten mal ab,
noch dulden wir das,
aber sie werden schon sehen,
wohin das führt:
unsre Geduld
über Gebühr belasten
können sie auch nicht;
wenn die Gelegenheit günstig
endlich geworden,
schlagen wir zu,
schlagen wir zu,
schlagen wir sowas
von zu.

*Etymlogische „Meditation“

Nicht einmal nur Indoeuropäisch

Ein Inder,
his mother tongue
is not Hindi.
Parla Italiano
mit seiner Frau.
Deren Muttersprache
ist Ungarisch.
Viene di Romania:
Siebenbürgen.
We all understand
English.
Wir drei sprechen
miteinander
auf Deutsch
oder eventuell
Italiano,
aber nicht Ungarisch,
nicht Rumänisch
und nicht Hindi,
schon gar nicht
Rajasthani.
Er lernt besser Deutsch
zu sprechen
und ich lerne wieder etwas
dazu.

WIR

Heimat ist nicht da,
wo ich allein‘ zu Hause
mich fühl‘. Auch and’re!

Und wo auch uns’re Meinung
’nen Wert hat beim Entscheiden.

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