Lyrisches von Helmut Maier

Monat: Dezember 2013 (Seite 1 von 2)

Utopia

Am Tag, da dunkel nicht das Dunkle
und mit dem Licht im Wettstreit liegt,
um in die Welt hineinzustrahlen,
wo jedes der Geschöpfe froh im Tanz sich wiegt,

an diesem Tag, wo Licht nicht eines blendet,
das sich ihm hingibt, das gewiss
des Wunders, das Vollendung
und Ziel des Werdens und Gedeihens ist,

an diesem Tag ist alles, wie es soll.
Nur eines gilt dann noch: das allgemeine Wohl.

Leidige Gedanken am Jahresende

Wird Neues jetzt benannt,
wird das Kalenderjahr geboren?
So viel ist schon bekannt,
was hören unsre Ohren?

Letztendlich stolpern wir hinein;
es überrascht uns dann nicht viel.
Wir wollten lieber, es sollt sein
wie immer; bekannt sei uns das Ziel

und wie man es erreicht.
Umstellen wolln wir uns nicht gerne.
Dass es zum Leben reichlich reicht,
genügt uns schon; wir brauchen keine ferne Ferne.

So komm‘ das neue Jahr halt schon herbei.
Wir machen uns nicht viel Gedanken.
Ob’s 13 heißt, ob’s 14 sei.
Im Grunde ist’s uns einerlei. Es bringt uns nicht ins Wanken.

Und ob die Böller eindrucksvoll
das alte Jahr vertreiben,
ob uns das nur betäuben soll?
Am besten ist’s: Lass all das bleiben!

Not-Anker

Das Allerheiligste
Vom Licht geküsst
Nur an dem einen Morgen
Tief drinnen im Gewölbten.

Gespeichert die Energie
Wieder für ein Jahr
Die zugewiesne Menge
Dort in der Stille.

Herausgebracht in der Not,
Von den Berufenen.
Wenn es fehlläuft
Bei den Bestallten.

Bundeswehr

Aktiv gegen Stuttgart 21

Aktiv gegen Stuttgart 21

A: „Unsere Soldaten brauchen die Unterstützung des Volkes.“

Ich: „Aber unser Volk braucht nicht die Unterstützung der Soldaten. Fürs Elbehochwasser kann man das Technische Hilfswerk besser ausrüsten!“

GASTLYRIK von Daniel Jäckel

Ich freue mich sehr wieder einmal Gastlyrik präsentieren zu können. Diesmal von Daniel Jäckel:

Wellengang

Die Zeit steht niemals still
Und gibt keine Ruhe,
selbst wenn man vor Erschöpfung und Überdruss
die ganze Welt anhalten will.

Auch wenn sich nichts im Raum bewegt
Fließt sie wie das Wasser durch die Stille
Und erfrischt die Luft,
als Wind, der sich nie legt.

Wer einen Augenblick
Der Ruhe in ihr sucht
Hat keinen Grund sich zu beeilen,
denn es ist kein Land in Sicht
und ihr Wasser wird sich niemals teilen.
Im Leben kann vielleicht
Etwas ähnliches wie Ruhe bleiben
Lässt man sich von Zeit zu Zeit
Entspannt auf ihren Wellen treiben.

Siehe auch https://www.wortfetzen.com/start/
und https://www.facebook.com/danieljaeckelwortfetzen

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