Lyrisches von Helmut Maier

Venedig

Ich holte mir vom inzwischen blauen Himmel
die feine Federwolke, die übrigblieb,
tauchte ihren Kiel in Tinte
und schrieb mit ihr
ein Gedicht über Venedig.

Und schon wirkte der Zauber:
Im Bäckerladen sah ich
auch rote Wecken liegen,
das Kind spielte
mit der Speisekarte im Lokal
liebreizend als Ort des Verbergens
für seine Spielfiguren
und für sein Gesicht.

Und wir fanden den Weg
zu San Marco
ohne Stadtplan
von unserer Ferienwohnung aus
in der Nähe vom Ospedale.

4 Kommentare

  1. quersatzein

    Mit deinen schönen Zeilen über Venedig weckst du Sehnsüchte in mir, lieber Helmut.
    Wir waren erst einmal da vor vielen Jahren und liessen uns begeistern vom Esprit der Lagunenstadt.
    Einen lieben Gruss in den Wonnemonat hinein,
    Brigitte

  2. Helmut

    Das freut mich, liebe Brigitte, dass ich die Sehnsucht nach dieser großartigen Stadt wieder geweckt habe. Ich selber wollte auf die bedeutenden Dinge dieser Stadt selber gar nicht aufmerksam machen, obwohl sie in so großer Menge auf uns zukommen. Wir waren zum ersten Mal nach etlichen Besuchen der Stadt auf dem Campanile am Markusplatz und haben die Aussicht auf die grandiose Umgebung genossen. Außerdem waren wir wieder im Peggy Guggenheim Museum und haben den fantastischen Eindruck Venedigs auf die Künstler des 20. Jahrhunderts gespürt. Ja, es ist ein großer Esprit, der da herrscht!

    Vielen Dank für die liebe Antwort
    und sei selber lieb gegrüßt
    Helmut

  3. Edith

    Auch in meinen Erinnerungen hat Venedig einen ganz besonderen Platz. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten faszinierten mich die Carabinieris, die einfach immer nur im Laufschritt unterwegs waren – ob zu zweit oder in einer Gruppe, sie liefen nie langsamer…
    Ja, was einem so im Gedächtnis bleibt….
    Danke, lieber Helmut, fürs Mitnehmen in eine ganz besondere Welt.
    Herzlichst, Edith

  4. Helmut

    Liebe Edith,

    und schon wieder sind wir fast auf dem Weg mit der Eisenbahn (mit der wir auch in Venedig waren) – diesmal nach Braunschweig zu einer diamantenen Hochzeit, dann nach Magdeburg zu den Kindern, dann nach Leverkusen zu Verwandten (alles in einem Rutsch!). Ja, in Venedig war es schon besonders – nicht zum ersten Mal, aber wieder ganz anders. (Vielleicht gelingt mir später noch ein Gedicht dazu).
    Hab vielen Dank für deine Antwort. Vielleicht kannst du ja doch noch irgendwann etwas Weiteres über Venedig schreiben.

    Vielen Dank nochmal
    und ganz liebe Grüße
    Helmut

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