Lyrisches von Helmut Maier

Monat: Februar 2013 (Seite 1 von 3)

Trotz alledem

Schneeglöckchen,
Weißröckchen,
wie bist du beschneit.
Doch du trotzest der Kälte;
bist fürs Frühjahr bereit.

Bessre Zeiten
bereiten,
das ist unsere Pflicht.
Denn das Gute wird kommen,
sieht man’s jetzt auch noch nicht.

Lass den Glauben
dir nicht rauben,
dass das Gute doch siegt.
Sieht es danach noch nicht aus,
weil das Recht man noch biegt,

musst du dennoch,
ja, dennoch
das Deinige tun,
und auch trotz allem Unrecht
nicht rasten und ruhn,

empör dich
und wehr dich,
sieht es auch nicht so aus,
dass das Böse besiegt wird,
richt‘ fürs Feiern das Haus.

Schneeglöckchen,
Weißröckchen,
wie bist du beschneit.
Doch du trotzest der Kälte;
bist fürs Frühjahr bereit.

Gaucklerhaftes

Der Gauck, der hat was (das ist klar)
gegen wen, der Bedenkenträger war:
Bedenken sollte man sich schenken!
Wer wollte Dinge auch bedenken?
Man trägt das Banner stets voran
in Stuttgart und Afghanistan,
denkt sich was Böses nie dabei,
auch nicht grad Gutes. Bin so frei.
Man baut und schießt, s’ist einerlei,
und denkt sich gar nichts wohl dabei.

(Siehe auch https://www.derwesten.de/politik/gauck-sucht-bannertraeger-fuer-europa-id7648034.html)

Ach!

Ach, wie verbogen bist du doch, Zeit:
ich habe dich nie recht verstanden.
Du bist nicht verrückt und du bist nicht gescheit;
du verläufst grad so zwischen den Quanten.

Ach, wie gekrümmt bist du leider, du Raum:
wie gekrümmt sind die Leiber, die Buckel.
Du nährst uns und wehrst nicht Visionen und Traum:
doch wir hängen zu sehr noch am Nuckel.

Ihr tut nichts, ihr seid nichts;
ihr seid alte Tanten.
Ach, und ihr seid nichts als rostende Wanten.

Ihr ruht nicht , ihr seid nichts;
ihr lasst uns nur suchen.
Bei euch können Sinn wir und Grund niemals buchen.

Ach, wie verbogen bist du doch, Zeit:
ich habe dich nie recht verstanden.
Du bist nicht verrückt und du bist nicht gescheit;
du verläufst grad so zwischen den Quanten.

Ach, wie gekrümmt bist du leider, du Raum:
wie gekrümmt sind die Leiber, die Buckel.
Du nährst uns und wehrst nicht Visionen und Traum:
doch wir hängen zu sehr noch am Nuckel.

Hier noch das aufschlussreiche Kommentargedicht von Curt (und hier seine bildkräftige Aussage auf seinem Blog: https://manacur.blogspot.de/2013/02/in-raum-und-zeit.html :

Raum und Zeit …

Beide getrennt betrachtet
schienen sie absolut und fest
Einstein hat sie entmachtet
‘relativ’ gab ihnen den Rest

vorher schon nicht kapiert
schließlich zu kompliziert

als Raumzeit und verbunden
als Maßstab nur das Licht
kann man sie jetzt erkunden
und wir verstehn sie nicht.

Gewichtung

Was soll uns die NATO?
Sie wird uns nichts bringen.
Wir sollten aufs neue
Friedenslieder nun singen.

Wieder neu
sei uns dieser Gedanke beschieden:

NICHT KRIEGE GEWINNEN,
SONDERN DEN FRIEDEN.

« Ältere Beiträge

© 2020 Maier-Lyrik

Theme von Anders NorénHoch ↑