Auf Grund verschiedener Kommentierungen (sogar meiner eigenen 🙁 ) an verschiedenen Stellen bin ich zu dem Schluss gekommen, meinen Beitrag „Wider die Gefahr (gegen die wirkliche)“ selber rezensieren zu mĂŒssen:

Mein Text scheint nicht das Gelbe vom Ei zu sein. Das hĂ€ngt vielleicht einerseits damit zusammen, dass sein Erscheinen so kurz nach dem schrecklichen Attentat auf Charlie Hebdo lag, das alles ĂŒberlagerte, was ich auszudrĂŒcken versuchte. (Dazu nachher noch was!). Andererseits habe ich wohl zu sehr damit gerechnet, dass Ihr Leser_innen mir beim Denken um ein paar Ecken herum folgen wĂŒrdet. M i r ging es n i c h t darum, den Terror jeglicher Art (also auch den gegenĂŒber Charlie Hebdo bzw. die Freiheit des Wortes) mit dem Vergleich/der Metapher „Vulkan“ plastisch zu machen. Das kann man vielleicht mit gutem Recht. Ich wollte auch n i c h t – schon g a r nicht – der Prophetie eines Ausbruchs dieses „Vulkans“ Recht geben. Dieses vermeintliche „Recht“ werden die AnhĂ€nger von Pegida fĂŒr ihre „SpaziergĂ€nge“ bzw. „TrauermĂ€rsche“ rechthaberisch in Anspruch nehmen. M i r war es ganz im Gegensatz dazu darum zu tun, die WidersprĂŒchlichkeit des Redens jener Agitatoren zu entlarven (was mir offenbar nicht gelungen ist), indem ich d e r e n inhĂ€rente Metapher vom Vulkan ad absurdum fĂŒhren wollte, der ja irgendwann ausbrechen m ĂŒ s s e. Ich wollte das damit erreichen, dass ich ihre Ineinandersetzung von Islam und Islamisierung als höchlich verzerrend entlarven wollte – und das zwar damit, dass ich die Begriffe Vulkan und Vulkanisierung genauso zusammenstellte, was sich ja in diesem Zusammenhang bei genauerer Betrachtung als total u n s i n n i g herausstellen mĂŒsste, so wie die Behauptung, ein paar Prozente von AnhĂ€ngern des Islam könnten oder die Mehrheit davon wollte sogar Europa islamisieren. Dadurch dass ich noch die Vulkaniseure ins Spiel brachte, wollte ich das noch verstĂ€rken. Und die EinfĂŒhrung der SchlĂ€fer einer antiken Religion: der AnhĂ€ngerschaft des römischen Gottes Vulkan sollten das zusammengewĂŒrfelte Argumentationsschema von Pegida als lĂ€cherlich darstellen. Die Wut der Pegida-Bewegung, wie ich sie persiflierend dargestellt habe/darstellen wollte, ist möglicherweise ĂŒbertrieben, aber als durchaus wahrnehmbar erlaubt, finde ich. Tja, ob ich nun mehr Licht ins Dunkle gebracht habe? Ich hoffe es.