Lyrisches von Helmut Maier

Der inzwischen zum Ende gekommene Weltnaturgipfel in Montreal

1. Beim Weltnaturgipfel in Montreal
Nicht mehr wie früher?
Nein, sage ich, nur nein!
Ergebnisse sind so not-wendig,
auch wenn sie uns selber treffen.
Endlich, ja wirklich: letzte Chance!

„Orgie der Zerstörung“ nennt Guterres
den bisherigen Raubbau an der Umwelt.
„Mit unserem bodenlosen Appetit
auf unkontrolliertes und ungleiches
wirtschaftliches Wachstum
ist die Menschheit zu einer
Massenvernichtungswaffe geworden“
so Guterres auch.

„Wir führen Krieg gegen die Natur.
Bei dieser Konferenz
geht es um die dringende Aufgabe,
Frieden zu schließen.“

„Und letztendlich begehen wir
… stellvertretend Suizid,
denn der Verlust von Natur und Artenvielfalt
geht mit gewaltigen Kosten
für die Menschheit einher.“

„Trotz der Träume von Milliardären,
die sich etwas vormachen,
gibt es keinen Planeten B.
Wir müssen die Welt in Ordnung bringen,
die wir haben.“

‚Eines der Hauptziele der Konferenz ist,
mindestens 30 Prozent
der weltweiten Land- und Meeresflächen
bis 2030 unter Schutz zu stellen.
Eine wichtige Rolle bei den anstehenden Verhandlungen
spielt auch eine solide Finanzgrundlage
für den globalen Artenschutz.‘

Ich musste fast nur Guterres zitieren („…“)!

2. Wenn schon der Meister kaum was gilt,
wenn er redet auf Konferenzen,
wie sollen’s seine Zitate im Gedicht

von mir?

3. Zitate aus der Frankfurter Rundschau
vom 20. Dezember 2022 über den Weltnaturschutzgipfel

„Biodiversität“
„Der ganz große Wurf bleibt aus“
„Die Delegierten in Kanada
können sich auf ein Minimum an
Zielen für den Naturschutz einigen“
„auch Mahnungen,
dass nur bei einer
konsequenten Umsetzung
und ‚Nachschärfen‘
das Artensterben gestoppt werden kann“
„den Pestizideinsatz zu halbieren“
„Ein Knackpunkt war dabei die Finanzierung“
Nabu: „trotz inhaltlicher Fortschritte werde
das Weltnaturabkommen
nicht ausreichen,
um den Verlust der Artenvielfalt
und Ökosysteme zu stoppen
oder umzukehren“

4 Kommentare

  1. Bruni | Wortbehagen

    Sie sind stolz auf die Ergebnisse des Weltnaturgipfels und wissen doch alle, es reicht hinten und vorne nicht… Die Länder sind zu unterschiedlich, die da zusammenarbeiten sollen und wollen…

    Liebe Grüße zum Weihnachtsfest, lieber Helmut

  2. Helmut

    Aber es ist e i n e Welt. Sie m ü s s e n sich einigen. Sind es wirklich nur die Europäer, die zu viel (nach ihrem Geschmack) zahlen müssten, um eine weltweite Regelung zum Besseren zu gewährleisten?

    Hab herzlichen Dank für deinen Beitrag, liebe Bruni.
    Lass dich herzlich grüßen
    von Helmut

  3. Bruni | Wortbehagen

    Es war Dein letzter Beitrag im alten Jahr, lieber Helmut?

    Ich hoffe sehr, daß viel mehr von all den wichtigen Punkten umgesetzt wird, als ich es mir im Moment denke…
    So viele Länder, so viele Meinungen, und jedes hat andere Interessen und doch wissen all die klugen Menschen aus dieser Konferenz, daß möglichst viel von all den genehmigten Punkten umgesetzt werden muß, damit uns die Natur nicht kollabiert.
    WIR wären die Leidtragenden, wir, die Menschen der Erde!

    Liebe Grüße von Bruni an Dich, lieber Helmut

  4. Helmut

    Liebe Bruni,
    „WIR wären die Leidtragenden, wir, die Menschen der Erde!“

    Genauso sehe ich das natürlich auch. Aber kann es nicht überwunden werden?
    Ich hoffe nachträglich immer noch stark darauf!
    Liebste Grüße
    Helmut

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