Lyrisches von Helmut Maier

Monat: Dezember 2008 (Seite 1 von 2)

Weiterleitung eines Aufrufs

Liebe Freunde,

Setzen sie Ihren Namen auf diese dringende Petition, die Waffenruhe in Gaza fordert. Wir werden sie umgehend dem UN Sicherheitsrat, der Arabischen Liga, den USA und anderen Staatsführungen überbringen.
Nehmen Sie jetzt teil !
Liebe Freunde, Während wir das Blutvergiessen in Gaza mit Schrecken wahrnehmen, bestürzt darüber, wie die Krise immer weiter ausser Kontrolle gerät, ist nur eine Sache klar — die Gewalt wird nur zu mehr Leiden der zivilen Bevölkerung und weiterer Eskalation führen.

Es muss einen Ausweg geben. Bereits 370 Menschen sind getötet worden und hunderte verletzt — Raketen treffen Ashdod, tief im israelischen Kernland und beide Seiten bereiten sich auf eine Invasion vor. Zwar beginnt die Welt zaghafte Reaktionen zu zeigen, es wird jedoch mehr als Worte brauchen. Weder wird die aktuelle Gewalt aufhören, noch kann ein beständiger Frieden gesichert werden, wenn die internationale Gemeinschaft nicht eingreift.

Heute starten wir eine Kampagne die dem UN Sicherheitsrat und wichtigen Schlüsselmächten in diesem Konflikt überbracht werden wird. Darin werden diese aufgefordert umgehend zu handeln, einen Waffenstillstand zustande zu bringen, die humanitäre Krise anzusprechen und Schritte zu unternehmen, die wirklichen und dauerhaften Frieden aufbauen. 1 Folgen Sie diesem Link jetzt und unterschreiben Sie die Petition und leiten diese an jeden weiter, den Sie kennen:

www.avaaz.org/de/gaza_time_for_peace

Alle Konfliktparteien werden so weitermachen wie bisher, wenn wir sie lassen und sie merken dass die Welt tatenlos zusieht. 2009 könnte anders sein. Im Angesicht der Krise und den Möglichkeiten die das neue jahr bringt ist es Zeit für uns, eine Waffenruhe zu fordern und zusammen zu arbeiten, um die Spirale der Gewalt ein für alle mal zu unterbrechen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Brett, Ricken, Alice, Ben, Pascal, Paul, Graziela, Paula, Luis, Iain und das gesamte Avaaz Team

1 Weitere Aktionen könnten beinhalten: eine formelle Resolution vom UN Sicherheitsrat anstatt nur einer Pressemeldung, geschehen am 28 Dezember 2008; Deutlicher privater und öffentlicher Druck auf beide Seiten, die Feindseligkeiten zu beenden inklusive klarer Vorraussetzungen für die Wiederaufnahme von Verhandlungen (siehe auch (Englisch) https://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1230456497503& pagename=JPost/JPArticle/ShowFull); angemessene internationale Beaufsichtigung der Rafah Grenze; und mit der Zeit, eine detaillierte Resolution vom Sicherheitsrat, welche die Bedingungen für permanenten Frieden zwischen Israel und Palästina nach internationalem Recht festlegt.

Fehlende Friedensbedingungen

Wo heimgeleuchtet,
nicht heimgeleitet wird
mit der Fackel,
verfeinden sich Brüder.
Und die Schwestern
haben das Nachsehen.
Und nachgesehen
wird keinem noch was.
Die Fackel des Krieges
entzündet die Emotionen,
die im Nebeneinander
vermisst worden waren
im Frieden. Aber
sie verschlingen
die Zündler
alle.

Vor dem neuen Jahr

Geschmückte Bäume
stehen noch
in den Obstwiesen,
mit roten Kugeln
die einen,
mit goldnen
die andern.
Umfangen
von braunem Geäst
sind die Bälle.
Einer, heruntergefallen
und über den Asphaltweg
gekollert:
moorschwarz schon
liegt er in der Pfütze.
Da zerquetscht ihn
der Reifen des Fahrrads.
Weihnachten ist nun
wirklich
vorbei.

Befreiung von der polaren Logik

Oh längste Nacht:
Es ist vollbracht.
Das Blendwerk ist
jetzt klar gemacht.
Am Pendel hängt
der Sonne Pracht.

Die kleine Frist
unendlich ist.
Du kleine List,
wie süß du bist:

Ich darf jetzt ruhn.
Ich muss jetzt gar
nichts, gar nichts tun.

Und doch keimt schon
des Lohnes Lohn:
Es ist vollbracht.
Die Sonne lacht
am andern Ort.
Sie ist nicht fort.
Sie ist noch da,
so nah, so nah.

Unendlich nur
und ohne Spur
ist nur der winzige
Moment,
da man die Sonne
gar nicht kennt.

Und grade da
ist dieses nah:
Ich darf jetzt ruhn.
Ich muss jetzt gar
nichts, gar nichts tun.

Der Hauch der
Ewigkeit ist nah.
Für kurze Zeit
ist sie ja da
und währt und währt,
wie du’s begehrt:

Du darfst jetzt ruhn.
Du musst jetzt gar
nichts, gar nichts tun.

Jetzt darfst du sein.
Ganz ohne Schein.
So klar, so klar,
so rein und wahr.

Der Gipfelpunkt
der Dunkelheit
in dieser Tiefe
dich befreit.

Mit diesem Gedicht verabschiede ich mich für den Rest der Blogpause und wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern eine schöne Festzeit, verbunden mit dem Dank für alle Treue.

Antworten auf Eure Kommentare gibt es dann wahrscheinlich nach den Weihnachtsfeiertagen.

Sperriges zur längsten Nacht

Schwarz ist nicht der Teufel;
Den gibt es nämlich nicht.
Dunkel ist nicht finster;
Dunkelhaarig kann rassig sein
Und voller Herzblut.
Blond kann die Farbe sein
Von unerbittlichem Recht-
Haben-Wollen.
Kälte kann Schmerzen
Verschwinden lassen.
Frieren muss man deshalb
Noch lange nicht.
Frieden kann so kalt sein
Und dunkel die freundlichen
Angebote.
Schwarz ist der Ausstoß
Von krankmachendem Ruß
Aus dem Auspuff.

Rot ist der Himmel, wenn
Die Sonne untergeht;
Und rot ist das Herzblut.
Und rot ist die stoppende Ampel.

Bilder sind dunkel,
Besonders die Bilder vom Hellen.
Bilder, die können blenden
Und zeigen nur das,
Was zu wissen man glaubt.

Und glauben heißt ja:
Nicht wissen.

Aber glauben machen,
Dass alles so klar sei,
Sonnenklar,
Auch wenn man es singen
Kann mit Lyrabegleitung,
Ist Betrug,
Heller, blendender Betrug.

Wintertag – während der Pause in der BLOGPAUSE

Voller kristallisierter Wolkenbäuche
hängen die Birkenzweige,
der Fliederbusch und
die Hibiskussträucher,
sogar auf der Wäscheleine
halten sie sich
im Gleichgewicht
und der Mond,
fast noch voll,
hängt am Himmel,
umleuchtet vom Blau,
und lacht auf die Mütze,
die den Eibenbaum krönt.
Voller Verse hängt dieser Wintertag
in meinem Wachtraum.

Io

In den Sand
Des vertrockneten Flussbetts
Schreibt sie ihre Geschichte
Die Tränen der Rührung
Bewässern den Fluss
Fruchtbar gemachtes Land
Der Verheißung
Erfüllt sich
Mit dem Duft
Der wohltuenden Veilchen
Violett glänzen
Die Lobreden
Des Wiederbelebten
Und er macht sich auf den Weg
Ewig wiederkehrender Wohltat

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