Gespeichert unter: Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik — März 3, 2015 @ 2:32

Es wird!

Krokusse, gelb und violett,
umkränzen Märzenbecherscharen.
Und Bienen kehren ein sich dran zu laben.

*ein Achtundzwanziger

Gespeichert unter: Allgemein — März 2, 2015 @ 1:07

Jürgen Grässlin, dem Champion gegen den Waffenexport, wurde der Amospreis verliehen

Ich war bei der Verleihung dabei.

http://swrmediathek.de/player.htm?show=91f33fd0-be70-11e4-bdfc-0026b975f2e6

https://www.offene-kirche.de/amos-preis.html

Gespeichert unter: Allgemein — Februar 24, 2015 @ 5:19

Aphorismus 6/15

Vaclav Havel soll gesagt haben: “Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.”

Ich würde das lieber so formulieren:

Hoffnung wird nicht von der Überzeugung getragen, dass etwas gut ausgeht, sondern von der Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Februar 24, 2015 @ 3:26

Avalon erobern

Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.

Auf Urlaubsreise
mit hundert Sachen
oder auch mehr:
Das Brausen auf der Autobahn;
es fällt uns keinesfalls schwer.
Es stinkt der Auspuff
und wir atmen schwer.
Wir kommen von dort
und wollen hierher.

Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.

Schalom, pace, mir, frieden und mehr;
wir rüsten auf, genug, nicht zu sehr.
Vielleicht erreichen wir ihn irgendwann.
Wir lassen’s uns auch was kosten;
es kommt ja drauf an:
Nicht locker lassen,
das ist die Devise:
Menschenrechte, dass ein jedes
sie wirklich genieße.

Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.

Wir halten zurück uns
beim Steigern der Löhne,
dass im Süden Europas
man sich auch dran gewöhne:
Hart arbeiten muss doch,
man kann’s nicht gnug sagen,
ein jedes; man muss sich halt plagen,;
sonst verdienen noch nicht genug
die Konzerne; die geben uns was
und das willig und gerne:
noch Arbeit, solang die Maschinen
diese noch nicht tun und uns nicht
ersetzen; auf, spuckt in die Hände
und ja nicht bloß schwätzen.

Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.

Wir lieben das Leben,
soweit es halt geht;
Wir lieben einander
und früh und auch spät
erwarten wir schon,
wir kriegen den Lohn
für Leistung, die alle
zu bringen bereit.
Wir sind doch die Besten
und das weit und breit.

Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.

Mit Drohnen und Bomben
verteidigen wir,
was uns eben zusteht;
dafür sind wir hier;
Wir verteidigen das
solidarisch mit denen,
die uns lieben und ehren,
wonach wir uns sehnen,
gewiss auch bei diesen.
Sie sollen die Freundschaft
mit uns auch genießen.

Wenn wir versuchen
zu erobern Avalon,
verschwindet es in dunklen Schatten,
obwohl es Äpfel körbeweise
vorauswarf, um uns anzulocken.

Gespeichert unter: Aus älterem Archiv — Februar 23, 2015 @ 3:37

Der Sündenfall

Eva gab uns den Apfel
nicht.
Die Schlange war’s,
die göttliche,
die uns Avalon,
das Apfelland,
verhieß.

Und wir eroberten es
und
fanden die Äpfel
nicht.

Gespeichert unter: Aphorismen — Februar 20, 2015 @ 5:53

Aphorismus 5/15

Die Poesie ist der Schlüssel aus Worten in die Anderswelt.

Gespeichert unter: Allgemein, Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik — Februar 20, 2015 @ 9:28

Logik*

Das nennt man reiche Gesellschaft:
Mehr Erwerbstätige gab es nie;
aber dabei gibt es mehr Arme denn je.
-.-
*ein Achtundzwanziger

Gespeichert unter: Aus älterem Archiv — Februar 19, 2015 @ 5:42

Ankunft

Ich bin hier.
Hier bin ich.
Versteckt bin ich hier.
Ich bin
hier in meinem Versteck.
Ich bin,
wohin ich gehe,
mit neuer Kraft.

Gespeichert unter: Allgemein — Februar 17, 2015 @ 6:18

Noch einmal: Der Ipf

Aktiv gegen Stuttgart 21

Der Ipf: Hoch erhebt sich der Berg.
Tief hinein in Geschichte führt er.
Dorthin, wo griechische Importe galten

zur Keltenzeit. Zu den Keltoi
unterwegs waren die griechischen Händler.

Den Namen, den sie ihnen gaben,
nur kennen wir heute, sonst keinen.

Hoch erhebt sich der Berg. Und so
tief führen Brunnenschächte hinab,
überlebenswichtige einst in Gefahr.

Tiefer hinein in die Vorzeit
führt uns wohl der Anstieg zum Gipfel:
hinein in die frühe Zeit schon der Gleichheit?

Wohl die Lindenallee hinauf
zieht’s uns zur Urzeit unsrer Kultur:

An Wacholderhängen vorbei
zur Aura der früheren Äcker
und der Weiden erster sesshafter Menschen.

Oh, erste sesshafte Menschen
auch in unsrem Land. Welcher Anteil
der Donauzivilisation war ihrer?

Gespeichert unter: Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik — Februar 15, 2015 @ 11:24

Abend eines Wintertags*

Sie hat nicht mehr genügend Kraft,
die Sonne, die durchs Grau durch leuchtet,
damit die Sonnenuhr die Zeit hier anzeigt …

*ein Achtundzwanziger