Gespeichert unter: Allgemein — Februar 8, 2016 @ 3:58

Ein ganz Großer hat uns verlassen

Roger Willemsen ist tot.

Was hätten wir von diesem scharfsinnigen Mann noch alles erwarten dürfen.
Ich bin dankbar für alles, was ich von ihm mitbekommen habe.

Gespeichert unter: Allgemein — Februar 8, 2016 @ 11:35

Aphorismus 6/16

Die Cleverness der Zeit ist, dass sie nicht nur vergeht, sondern uns oft Zeit lässt.

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Februar 7, 2016 @ 1:33

Unsere Aufgabe

Den Weg finden
durch das Dickicht der Dornen.
Jeder Gefährte
ein Prinz.
Jedem Gefährten die Kraft
den Mächten der Zwölf
das Prinzip
der mütterlichen Dreizehn
entgegenzusetzen.
Jede Gefährtin
eine Prinzessin.
Denn auch verwunschene Prinzen
harren der Erlösung
durch einen Kuss,
wie wir wissen.

Schwerstarbeit ist es,
kühner Entwürfe bedarf es,
Überwindung von Vorurteilen:
„Wir schaffen es nicht“,
„Wir gehen unter im Gestrüpp
der Anforderungen“,
„Wir ekeln uns vor dem Fremden“,
„Wir wollen in Ruhe gelassen werden.
(weil wir womöglich unserer selbst
gar nicht sicher mehr sind;
woher sollen den Mut wir denn nehmen,
uns in den sicheren Tod
stürzen zu wollen;
schlagen wir lieber zurück gegen das,
was uns als Zumutung begegnet,
als nicht überwindbar in Güte
und in Vertrauen)“.

Nicht einer einzigen Prinzessin,
die uns führen will,
nicht einem einzigen Führer
dürfen wir folgen,
nein, unsrer gemeinsamen
neuen Erkenntnis,
dass wir die dreizehnte Fee
nicht mehr bekämpfen müssen,
nicht dürfen,
nicht wollen:
dass wir auch nicht
regelverändernde Weisen
als schrill mehr verachten,
sondern in neue Harmonien
uns lernen zu finden
und sie genießen.

Dann wirklich
los geht es jetzt!

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Februar 6, 2016 @ 12:41

Wunder der Dreiheit

Rhea,
Tochter
und Mutter
der fruchtbaren Erde,
Urmutter Kybele und Freundin
der achtsamen Menschen im Frieden.
Wir denken Deiner, finden den Weg
zu uns selber.

Gespeichert unter: Allgemein — Februar 4, 2016 @ 10:30

Brisantes Testergebnis

Die Esslinger Zeitung berichtet heute, 4.Februar, auf Seite 5 über einen Simulationstest, den die Deutsche Bahn im Auftrag des Regionalverbands Stuttgart durchgeführt hat, um zu klären, welche Ursachen Störungen und Verspätungen der Stuttgarter S-Bahn haben.

Als Ergebnis dieses Tests wird unter anderem festgehalten: „Auch der Mischverkehr von S-Bahnen, Regional- und Fernzügen auf denselben Gleisen führe zu Erschwernissen. Schon geringe Verspätungen wirken sich laut der Studie auf das gesamte S-Bahn-System aus.“

Besonders brisant ist dieses Ergebnis dadurch, dass bei der geplanten Umleitung der Gäubahn mit Fernzügen aus Zürich über den künftigen Flughafen-Bahnhof eben dieser Mischverkehr – dazu noch durch einen eigentlich zu schmalen Tunnel und auf nur für S-Bahnen konzipierten Gleisen – neuerlich geplant und hoch gepriesen wurde, obwohl die Gegner*innen von Stuttgart 21 bei Anhörungen genau dies scharf verurteilt haben. Davon ist in dem Bericht der EZ allerdings nicht die Rede.

Ist damit der Tiefbahnhof Stuttgart 21, zu dem vom Flughafen-Bahnhof die Gäubahn durch einen sowieso gefährlichen langen Tunnel geleitet werden soll, nicht insgesamt obsolet geworden?

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Februar 2, 2016 @ 5:32

Imbolc/Lichtmess

Das Licht hat gezeigt:
es wird siegen.
Es wird kein Sieg sein
für immer.
Wir werden das weiterwachsende Licht
fröhlich genießen.
Wir werden es preisen;
wir werden es feiern,
wohl in dem Wissen,
dass das Dunkel
zum Kreislauf gehört
und es wiederkommt,
um dem Winter zu ermöglichen,
die Frosttemperaturen
endlich hervorzubringen,
die manche Samen
auch nächstes Jahr wieder
befähigen fruchtbar zu keimen
für einen neuen Kreislauf
des Lebens.

Gespeichert unter: Allgemein — Januar 29, 2016 @ 8:47

Aphorismus 5/16

Hoffnung kommt nicht von alleine; sie muss aktiv unterstützt werden.

Gespeichert unter: Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik — Januar 29, 2016 @ 7:36

Schwäbischer Achtundzwanziger

I v’rwexel so gern d’Wirgong
ond’d Ursach; i kah mi halt bald scho
nemme glar erinn’ra an dui Reihafolg’.

Gespeichert unter: Allgemein — Januar 26, 2016 @ 10:45

Mein 2000ster Beitrag

Hallo, hallo!
Dies ist mein 2000ster Eintrag, den ich auf diesem Blog MAIER-LYRIK zur Schau gestellt habe.

KOMMT, FEIERT ALLE MIT MIR - virtuell, natürlich:

Da in unserem Gärtchen wenige Tage vor Imbolc nicht nur die Winterlinge blühen, sondern auch schon Märzenbecher sich entfaltet haben, die Schneeglöckchenknospen ihre Köpfchen emporrecken und sogar Silberblatt-Pflanzen schon Blüten getrieben haben, kann ich nicht umhin, Euch den Link als Geschenk anzubieten, der das Herunterladen von Frühlings- und Sommer-Gedichten aus meiner Feder ermöglicht:

http://www.maier-lyrik.de/FrundSommergedichte.pdf

Das soll den realen Glauben an die Kraft der Natur und damit die Zuversicht auf das Kommende stärken, den uns das deutlich längergewordene Tageslicht in der Imbolc-Zeit ja schon ermöglicht. Danke fürs Lesen und die Gewissheit, dass ich mit vielen von Euch gemeinsam in dieser Zuversicht leben darf.

Seid alle herzlich gegrüßt.
Helmut

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Januar 25, 2016 @ 11:07

Frau Luna

Wie ich sie liebe,
die wandlungsfähige,
berechenbare, treue
Frau Luna.

Wie sie mich entzückt
mit ihrem Licht,
seiden, geschmeidig,
ein Geschmeide
der ruhebringenden Nacht.

Die volle Rundung,
nicht immer zu haben,
liebe ich,
ihren schwangeren Bauch,
ihre Sicheln,
die Verheißung schneiden
in das Tableau
der schwarzblauen Tiefe.

Sie verhüllt sich
hin und wieder,
trägt dann einen Schleier,
der ihre Schönheit betont,
und strahlt schließlich
mit einem Gesicht voller Glück.
Und sie will es auch teilen.