Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Dezember 4, 2018 @ 10:39

Goldflitter

Goldflitter noch verteilt
im ansonsten kahl gewordenen Geäst
unserer Birke.

Der Teppich auf dem Boden
unter den Ästen,
immer fahler seine Farben.
Der Winter steht vor der Tür.

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Dezember 3, 2018 @ 2:52

Alles vergeht

Alles vergeht.
Wandelwind weht.
Alles vorbei,
wenn’s seine Zeit.
Neues entsteht.
Irgendwann ist’s soweit.
Ich bleibe dabei,
sei’s wie es sei.

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — November 28, 2018 @ 11:19

Kreislauf

Der letzte Ast des Jahres
entblättert sich Tag um Tag.
Erinnerung schwindet,
neu entstehen Bilder für immer
im ewigen Adventskalender.
Nichts vergeht wirklich.
Alles kehrt wieder
im neuen, unverwechselbaren Gewand;
aber erst später
im jungen Unverbrauchten
und doch so Bekannten.

Altes wird neu
und Neues wird alt,
ändert und wandelt sich,
gewinnt neue Gestalt.

Gespeichert unter: Janka-Sammlung, Neue Maier-Lyrik — November 25, 2018 @ 3:34

Politische Warnung*

Grinsende Wölfe im Schafspelz,
tückisch gehen sie dir um den Bart.
Gekonnt spielen sie gar die Opferrolle.
.
Weit mehr als richtige Wölfe
sind sie dann auf deinen Tod aus.

*ein Janka

Gespeichert unter: Allgemein — November 24, 2018 @ 12:29

Mein entsprechender Beitrag auf facebook, weil man da mit Fotos besser durchkommt

Gespeichert unter: Deutsche Dreizeiler, Neue Maier-Lyrik — November 24, 2018 @ 10:55

Vom Überfluss*

Vom immer noch bestehenden
und auch beständigen Überfluss
sollten doch möglichst viele profitieren.
.
*ein Achtundzwanziger

Gespeichert unter: Allgemein, Neue Maier-Lyrik — November 23, 2018 @ 2:58

Rückblick und Ausblick - und was wohl dazwischen?

Treppauf, treppab im Reihenhaus.
Verknüpfungen sind nicht rationalisierungsgeeignet.
Rückblicke und Ausblicke
dürfen sich nicht stören,
obwohl sie nicht kompatibel sind.

Muskeln sind angestrengt.
Auch wenig Bewegung schon
kann schmerzhaft sein.
Langstreckenlauf ist selten noch möglich,
aber immer mehr angesagt,
soll das Wesentliche nicht gar
im Strudel der Ereignisse
untergehen.

Auf welchem Boden stehen wir,
auf welcher Ebene?
Sind Ausblicke nicht versperrt
durch Vorhänge jeglicher Art?

Frieden ist nötig
unter den Religionen,
unter den Bürgerinnen und Bürgern,
unter den Menschen,
unter den Völkern,
unter den Anschauungen,
unter den Lebeberechtigten allen.

Hoffnung und Mut
müssen sich vereinen
gegen die aussichtslose Verzweiflung,
auch wenn die Flut der Meldungen
sie wegzuschwemmen droht.
Ohne sie würde es bald schon noch schlimmer.
Und Zukunft, wie wir sie wollen,
würde völlig unmöglich.

Wollen wir denn
verzichten auf sie?

Gespeichert unter: Aphorismen — November 21, 2018 @ 2:48

Toleranzfähigkeit (statt einem Aphorismus)

Die Toleranz setzt eine große Flexibilität und Kreativität zur Bewältigung von Störungen durch das Anderssein anderer voraus. Gleichzeitig wird die Einseitigkeit der eigenen Weltsicht deutlich und es wird eigene Entwicklungsfähigkeit gestärkt und gesteigert.

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — November 18, 2018 @ 5:20

Schemenhaftigkeit

Im Nebel erscheinen die Schemen des Seins
gleichsam greifbar und unfassbar zugleich
Wie schaffe ich mir die wahren Bilder
aus dem bildlosen Gemenge?
Beim Eintauchen in den Fluss des Werdenden
stellen zahllose Vielheiten sich ein
des noch nicht Ausgeformten,
des Ungewissen in den erst noch gebärenden Wassern,
stellen freudig sich vor als
Wirklichkeit heischende Traumgebilde.

Erst in der endlich sich findenden Klarheit
ergreife ich, was ich sehe,
oder lasse sie fahren,
die nicht geborenen Bilder.

Gespeichert unter: Aphorismen — November 18, 2018 @ 3:17

Aphorismus 13/18

Die Schemenhaftigkeit von Erscheinungen spornt das vielseitige Vorstellungsvermögen an, das in der Klarheit des Endgültigen sich bestätigen oder korrigieren lassen kann.