Maier-Lyrik

Lyrisches von Helmut Maier

Seite 2 von 261

Das namenlose Flüchtlingselend

Viel mehr Leid kommt über die Welt
durch die Klimakatastrophe
als durch den Corona-Virus.
Doch wen kümmert’s?

Was tun die Verantwortlichen
denn
für Klimagerechtigkeit?

Wen denn
kümmern die Flüchtenden,
die vor der Katastrophe flüchten müssen
und kein Asyl finden,
das zumutbar wäre?

Und wer
tut genug, dass wir es nicht erleben
müssen?

Corona? – Viel wichtiger: Klimagerechtigkeit!

Die Beilage vom „Freitag“ am Mittwoch: „maldekstra #7“

Erste Seite: „Alle reden vom Klima. Wir über Klimagerechtigkeit.“
Im Begleittext: „Die Konflikte haben immer auch eine soziale und ökonomische Seite. Das Problem ist der Kapitalismus, die Alternative heißt Klimagerechtigkeit. Wer die Klimakrise überwinden will, darf über neue Formen des Wirtschaftens und Zusammenlebens nicht schweigen.“

Erste virtuelle Montagsdemo (wegen Coronavirus)

Link zu YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=GR5u5N659LM&feature=youtu.be

Dank an Eberhard Linckh! OBEN bleiben!

Bericht bei Deutschlandfunk:Es geht auch ohne Körperkontakt – erste virtuelle Demo zu Stuttgart 21

    https://www.deutschlandfunk.de/mediasres-medienmagazin-die-sendung-vom-dienstag.2907.de.html?dram:article_id=472726

Trotz Corona: Montags Oben Bleiben gegen S21! MONTAGSDEMO GOES ONLINE
Publiziert am 15. März 2020 von Christa Schnepf

Alle Veranstaltungen sind in Stuttgart auf unbestimmte Zeit untersagt, um das Ausbreitungstempo der Corona-Infektionen zu drosseln. Auch unsere Montagsdemo gegen S21.

Das S21-Montagsdemo-Team und das Aktionsbündnis gegen S21 halten diese Maßnahmen für sinnvoll, damit die Behandlungskapazitäten für besonders gefährdete Erkrankte gewährleistet und ausgebaut werden können. Wir sehen uns gleichermaßen verantwortlich für die Gesundheit unsrer Mitstreiter*innen und dafür, dass unsere ausdauernde Bewegung ihre Kontinuität und ihren Zusammenhalt bewahrt gegen Stuttgart 21.

Deshalb haben das Demoteam, Vertreter*innen des Aktionsbündnisses gegen S21, der Mahnwache und von parkschuetzer.de eine Internet-basierte virtuelle „Stuttgart-21-Montagsdemo“ in Angriff genommen:

Vom kommenden Montag, 16. März an, wird deshalb bis auf Weiteres jeden Montag um 18:00 Uhr „OBEN BLEIBEN-TV“ gesendet werden auf:

https://tinyurl.com/yx2etbs9

Die virtuelle „Montagsdemo gegen S21“ soll, während Corona-Krise und Versammlungsverbot, unseren Zusammenhalt und den Informationsaustausch in der Bewegung so weit als möglich aufrecht erhalten. „Oben Bleiben-TV“ wird die für die Kundgebungen geplanten Reden samt Moderation zur gewohnten Zeit im Internet präsentieren.

Eine virtuelle Demo kann helfen, aber den direkten sozialen Kontakt nicht einfach ersetzen. Vor allem nicht für Mitstreiter*innen ohne Internet-Zugang. Wir würden deshalb vorschlagen, dass sich Mitstreiter*innen ohne Internet auf Montagabend 18:00 Uhr mit ObenBleiber*innen mit Netz-Zugang verabreden.

Die Mahnwache ist in dieser Phase von allerhöchster Bedeutung. Gerade auch für Mitstreiter*innen ohne Netz-Zugang. Die Reden werden wie immer dort gedruckt zur Verfügung stehen. Unser Appell: stärkt die Reihen unserer stark beanspruchten Mahnwächter*innen, meldet euch bitte bei Doris Zilger: doriszilger@freenet.de, Tel. 0711 609303.

Wir sind keine Netz-Medien-Profis, dies ist also ein Versuch. Wir lernen im Vorwärtsgehen. Für Bereitschaft zu Unterstützung und Verbesserung sind wir dankbar.

Wir grüßen euch, liebe Mitstreiter*innen, mit dem Wunsch euch bald und gesund wieder zu sehen – Oben Bleiben!

Euer Montagsdemo-Team, Aktionsbündnis gegen S21, parkschuetzer.de und Mahnwache Orga-Team

Erklärung Oben-Bleiben TV als pdf-Datei

Appell an die Bundesregierung – in den ersten beiden Strophen etwas zynisch, wenn auch leider wahr!

Es lohnt sich nicht,
sich um die Klimakatastrophe zu kümmern.
Falls die Atombombe in Büchel losgeht,
ist alles, was wir gebaut haben,
Makulatur.

Es lohnt sich nicht,
sich um die paar Bomben
in Büchel zu kümmern.
Falls nicht mehr als bisher getan wird,
um die Klimakatastrophe zu vermeiden,
kommt’s auf die paar Bomben in Büchel
auch nicht mehr an.

Nur eine Möglichkeit –
genauer gesagt zwei –
bleibt Euch, bleiben euch,
um das Ende der bekannten Welt zu verhindern:

Tut endlich das Richtige:
Zuerst: Tut mehr,
um die Klimakatastrophe zu verhindern!
Tut das Richtige jetzt!
Auch wenn es für die Wirtschaft
grässlich zu sein scheint:
sie wird es so wie heute sowieso nicht mehr geben!

Zweitens – oder besser: gleichzeitig: Tut endlich mehr,
um das Verbot der Atomwaffen
weltweit zu gewährleisten. Erster Schritt:
Lasst die atomare Teilhabe!
Setzt euch für den Abzug der Atomwaffen
aus Deutschland ein!
Dann für das Verbot der Atomwaffen weltweit!

Ihr seht:
Ihr könnt etwas tun!

Dieses Jahr genug?

Die Evangelische Kirche in Baden,
sie will dieses Jahr n u r dieses haben:
30 Mitgliedsorganisationen will sie laden,
sie sollen die Bundesregierung machen traben:

„für ein vollständiges weltweites Verbot
von Atomwaffen“ sich einzusetzen wär‘ das Gebot!

Atomare Teilhabe

Nicht Trump war es; auch Obama nicht.
Die USA hatte schon lange
die Atombomben in Deutschland stationiert.
Und die deutschen Regierungen,
geschmeichelt waren sie,
dass sie mitwirken durften
im Kriegsfall,
der jederzeit ausbrechen konnte.

Die Atombomben,
in Büchel stationiert,
von deutschen Soldaten
im Kriegsfall zu transportieren,
was natürlich auch geübt werden musste:
dauernd rasten – und rasen –
deutsche Flugzeuge über Büchel.
Sie sind nicht zu überhören.

Und ist die deutsche Regierung zu faul,
zu träge,
zu unwillig,
gar nicht bereit,
die Stationierung
aufzukündigen?
Und die Fähigkeit
zu morden
auf Bestellung
zu beenden?

ICAN-Appell

Mit Hamburg und Stuttgart sind kürzlich zwei weitere Landeshauptstädte dem ICAN-Städteappell beigetreten. Damit sind mit Ausnahme Dresdens alle Landeshauptstädte mit an Bord und fordern die Bundesregierung so auf, dem UN-Atomwaffenverbot beizutreten. Ein großer Erfolg der Zivilgesellschaft und eine wichtige Ermutigung, noch mehr Städte zum Beitritt zu bewegen.

(Newsletter „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ vom 25.02.2020)

Städte und Gemeinden in Deutschland, die den Appell unterzeichnet haben:
(Landeshauptstädte sind groß geschrieben)

MAINZ, unterzeichnet durch den Oberbürgermeister Michael Ebling, 2. Februar 2019
WIESBADEN, Beschlossen vom Magistrat, 20. Februar 2019
Marburg, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, 22. Februar 2019
Köln, unterzeichnet durch die Oberbürgermeisterin Henriette Reker, 5. März 2019
POTSDAM, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, unterzeichnet durch den Oberbürgermeister Mike Schubert, 6. März 2019
MÜNCHEN, unterzeichnet durch Oberbürgermeister Dieter Reiter, 12.März 2019
Göttingen, Ratsbeschluss, 15. März 2019; vom OB Rolf-Georg Köhler unterzeichnet, 23. Juli 2019
Reinheim, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, 22. März 2019
Dortmund, Stadtratsbeschluss vom 28. März 2019
BREMEN, Senatsbeschluss, unterzeichnet durch den Bürgermeister Carsten Sieling, 2. April 2019
SCHWERIN, Beschluss der Stadtvertretung (einstimmig), 08. April 2019
Herne, Ratsbeschluss, 9. April 2019
Mörfelden-Walldorf, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, 9. April 2019
DÜSSELDORF, Ratsbeschluss, 11. April 2019
Kaiserslautern, Ratsbeschluss, 15. April 2019
Naumburg, Gemeinderatsbeschluss (einstimmig), 17. April 2019
HANNOVER, Ratsbeschluss am 25. April, Unterzeichung durch Bürgermeister Hermann am 9. Mai 2019
Ilmenau, Stadtratsbeschluss, 25. April 2019
Schwalbach, Magistratsbeschluss, 29. April 2019
Freiburg, unterzeichnet durch Oberbürgermeister Horn, 30. April 2019
Tübingen, Gemeinderatsbeschluss, 2. Mai 2019
BERLIN, Beschluss des Abgeordnetenhauses am 9. Mai 2019
KIEL, Stadtratsbeschluss vom 16. Mai 2019
Essen, unterschrieben vom Oberbürgermeister Thomas Kufen am 16. Mai 2019
Flensburg, Ratsbeschluss am 16. Mai 2019
Kassel, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 20. Mai 2019
Nürnberg, Ratsbeschluss, 22. Mai 2019
Fürth, Stadtratsbeschluss, 22. Mai 2019
Erlangen, Stadtratsbeschluss, 29. Mai 2019
Maintal, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 11. Juni 2019
Hanau, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 17. Juni 2019
Siegen, Ratsbeschluss, 19. Juni 2019
Aschaffenburg, Stadtratsbeschluss, 24. Juni 2019
Braunschweig, Stadtratsbeschluss, 25. Juni 2019
Hilchenbach, Stadtratsbeschluss, 26. Juni 2019
Marbach, vom Bürgermeister Trost unterzeichnet, 02. Juli 2019
Düren, Stadtratsbeschluss, 03. Juli 2019
Kreisstadt Groß Gerau, Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 03. Juli 2019
Krefeld, Stadtratsbeschluss, 04. Juli 2019
Solingen, Stadtratsbeschluss, 04. Juli 2019
Neustadt/Aisch, Stadtratsbeschluss, 05. Juli 2019
Wuppertal, Stadtratsbeschluss, 08. Juli 2019
Trier, unterschrieben vom Oberbürgermeister Wolfram Leibe, 09. Juli 2019
Bochum, Stadtratsbeschluss, 11. Juli 2019
St. Ingbert, Stadtratsbeschluss (einstimmig), 11. Juli 2019
Lindau, Stadtratsbeschluss, 16. Juli 2019
Altena, vom Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein unterschrieben, 09. August 2019
Darmstadt, von Bürgermeister Jochen Partsch unterschrieben am, 9. August 2019
Frankenthal, Stadtratsbeschluss am 28. August 2019
SAARBRÜCKEN, Stadtratsbeschluss, 03. September 2019
Bad Kreuznach, Stadtratsbeschluss, 09. September 2019
Mutlangen, Beschluss des Gemeinderats, 17. September 2019
Karlsruhe, Gemeinderat, 24. September 2019
Gau-Algesheim, Stadtratsbeschluss, 25. September 2019
Halle, Stadtratsbeschluss, 25. September 2019
Münster, Stadtratsbeschluss (22. Mai 2019) und Unterzeichnung durch OB Markus Lewe, 27. September 2019
Freital, Stadtratsbeschluss, 1. Oktober 2019
Neukirchen-Vluyn, Ratsbesschluss (einstimmig mit einer Enthaltung), 9. Oktober 2019
MAGDEBURG, Stadtratsbeschluss (einstimmig), 21. Oktober 2019
Kirchheim/Neckar, Gemeinderatsbeschluss (einstimmig), 24. Oktober 2019
Schmölln, Stadtratsbeschluss (einstimmig), 24. Oktober 2019
Konstanz, Stadtratsbeschluss 24. Oktober 2019
Leipzig, Ratsversammlung, 30. Oktober 2019
Bretten, 5. November 2019
Emden, Stadtratsbeschluss (einstimmig) 7. November 2019
Offenbach, Stadtverordnetenversammlung, 14. November 2019
Würzburg, Stadtratsbeschluss, 14. November 2019
Moers, Stadtratsbeschluss (einstimmig), 27. November 2019
Nierstein, Stadtratsbeschluss, 10. Dezember 2019
Aachen, Stadtratsbeschluss am 11. Dezember 2019
Röthenbach an der Pegnitz, Stadtratsbeschluss, 11. Dezember 2019
Leverkusen, Stadtratsbeschluss am 16. Dezember 2019
Neustadt an der Weinstraße, Stadtratsbeschluss am 17. Dezember 2019
Chemnitz, Stadtratsbeschluss, 18. Dezember 2019
Neuwied, Stadtratsbeschluss am 19. Dezember 2019
Zwickau, Stadtratsbeschluss (einstimmig) am 19. Dezember 2019
ERFURT, Stadtratsbeschluss, 19. Dezember 2019
Neuburg an der Kammel, Ratsbeschluss, Januar 2020
Lahr, Gemeinderatsbeschluss, 27. Januar 2020
Täferrot, Gemeinderatsbeschluss (einstimmig), 29. Januar 2020
Fürstenfeldbrück, Kreisstadtratsbeschluss, 05. Februar 2020
HAMBURG, Bürgerschaftsbeschluss, 12. Februar 2020
STUTTGART, Unterzeichnung des Oberbürgermeisters Fritz Kuhn, 19. Februar 2020

Ich darf

Ich darf: nicht glauben,
was ich nicht glaube.
Die Welt mag ich umschlingen!
Die Weite erfahren.
Alles, was mir gut tut,
darf ich in die Höhe werfen,
darf sie auf einem Berg
zusammenhäufen
und dann ins Glück eintauchen,
in das Größte, was ich mir denken kann,
mich verlieren,
aufgehoben mich fühlen,
darf jauchzen!

Was soll ich nicht dürfen?
Ich darf endlich
nicht mehr an das Unglaubliche
glauben,
aber
ich darf Unglaubliches denken,
das mir begegnet:
dass bis 2040
die Welt keinen Krieg mehr kennt,
dass es keine weitere Verschwendung von Gütern mehr gibt.
Ich darf das glauben!

Weil alle Menschen,
jedenfalls genügend Menschen
das sehen werden,
was erreichbar ist
in Schritten,
in Schritten nur,
aber erreichbar, wenn immer mehr Menschen
mitmachen,
mitmachen beim Weg dorthin:
eine Sicherheit,
ein Genügen,
ein Glücklich-Sein
denken,
n e u d e n k e n!*

*Siehe „Sicherheit neu denken“! Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik – Ein Szenario bis zum Jahr 2040
Von der Evangelischen Kirche in Baden

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2020 Maier-Lyrik

Theme von Anders NorénHoch ↑